Viele Läufer setzen den Fuß weit vor dem Körper auf und bremsen sich damit bei jedem Schritt ein Stück aus. Die gute Nachricht: An dieser Technikschraube lässt sich mit ein bisschen Bewusstsein schrauben, um die Bremse innerhalb weniger Wochen zu lösen.
(c) Lightpoet | Dreamstime.com Fuß vor oder unter dem Körperschwerpunkt? Beim Overstriding bremst du dich selbst aus.
Die Vorfreude ist groß. Der Lauf ist absolviert, der Fotolink kommt wenig später per Mail. Die schönen Erinnerungen, festgehalten als Momentaufnahmen. Manchmal zeigen sie mehr, als einem lieb ist. An Zeitmessmatten oder im Ziel: tapferer Gesichtsausdruck. Und dann das: Der rechte Fuß schwebt weit vor dem Körper in der Luft, Ferse voran, das Knie fast durchgestreckt. Klarer Fall von Overstriding. Ein möglicher Bremsklotz. Auf Veranstalterfotos von Volksläufen sieht man dieses Phänomen regelmäßig.
- Anzeige -
Ineffizient und belastend
Der Fuß setzt dabei deutlich vor dem Körperschwerpunkt auf, das Bein steht schräg am Boden, der Läufer läuft gewissermaßen auf sich selbst auf. Beim Laufen wird bei jedem Schritt kurz abgebremst, das lässt sich nicht vermeiden. Beim Overstriding fällt der Bremsimpuls der aber deutlich stärker aus. Was vorn abgebremst wird, muss die Muskulatur beim Abdruck jedoch wieder beschleunigen. Und das 160- bis 180-mal pro Minute. Der Laufstil wird dadurch ineffizient, denn die Position des Fußaufsatzes ist einer der wichtigsten Aspekte einer optimalen Lauftechnik.
Hinzu kommt die Belastung für Bänder, Sehnen und Gelenke. Weil das Knie kaum gebeugt ist, wirken die Aufprallkräfte weniger gedämpft auf Sprunggelenk, Schienbein, Knie und Hüfte. Die Muskulatur kann keine ausreichende Vorspannung aufbauen, die die Gelenke stabilisiert. Das kann Überlastungen und Verletzungen begünstigen. Außerdem wird die vordere Oberschenkelmuskulatur bei dieser Lauftechnik stark beansprucht, da sie deutlich mehr Kraft aufwenden muss.
Ist Fersenlauf gleich Overstriding?
Oft wird Overstriding mit Fersenlauf gleichgesetzt. Ganz falsch ist das nicht: Wer weit vor dem Körper aufsetzt, landet fast zwangsläufig auf der Ferse. Mit dem Vorfuß wäre das kaum möglich. Umgekehrt gilt es aber nicht. Viele schnelle Läufer landen ebenfalls auf der Ferse, nur eben leicht vor oder fast unter dem Rumpf, in der Nähe des Körperschwerpunkts und mit annähernd senkrechtem Schienbein. Die Ferse erzwingt den langen Schritt nicht, sie
Oft wird Overstriding mit Fersenlauf gleichgesetzt. Ganz falsch ist das nicht: Wer weit vor dem Körper aufsetzt, landet fast zwangsläufig auf der Ferse. Mit dem Vorfuß wäre das kaum möglich. Umgekehrt gilt es aber nicht. Viele schnelle Läufer landen ebenfalls auf der Ferse, nur eben leicht vor oder fast unter dem Rumpf, in der Nähe des Körperschwerpunkts und mit annähernd senkrechtem Schienbein. Die Ferse erzwingt den langen Schritt nicht, sie
Oft wird Overstriding mit Fersenlauf gleichgesetzt. Ganz falsch ist das nicht: Wer weit vor dem Körper aufsetzt, landet fast zwangsläufig auf der Ferse. Mit dem Vorfuß wäre das kaum möglich. Umgekehrt gilt es aber nicht. Viele schnelle Läufer landen ebenfalls auf der Ferse, nur eben leicht vor oder fast unter dem Rumpf, in der Nähe des Körperschwerpunkts und mit annähernd senkrechtem Schienbein. Die Ferse erzwingt den langen Schritt nicht, sie
Mit triathlon+ weiterlesen
Mit triathlon+ verpasst du keine spannenden Inhalte mehr. Für nur € 9,95 pro Monat bekommst du außerdem die Zeitschrift triathlon ins Haus und kannst in 30.000 Seiten unseres Digitalarchivs stöbern.
Tauche ein in die spannende Welt von triathlon+ und erfahre mehr Hintergründe, mehr Service und mehr Triathlonerlebnis – digital hier und auf Wunsch ohne Aufpreis monatlich in deinem Briefkasten.
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.
Mehr Schritte, weniger Belastung? Die Schrittfrequenz kann deinen Laufstil effizienter und schonender machen. Wir erklären, worauf es ankommt und wie du deinen Rhythmus findest.
Ende Januar ist der beste Zeitpunkt, um genauer hinzuschauen. Welche Technikfehler sich jetzt erkennen lassen und warum kleine Korrekturen im Schwimmen, auf dem Rad und beim Laufen später viel Ärger sparen.
World Triathlon führt neue Leistungsmaßstäbe für Altersklassenathleten ein. Eine internationale Weltrangliste, zusätzliche Qualifikationswege und die bestehenden nationalen Auswahlverfahren greifen dabei ineinander. Was bedeutet das für deutsche Agegrouper, die 2027 bei der Heim-WM in Hamburg starten wollen?
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von reCAPTCHA. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.