Ironman-70.3-WM Nizza: Startzeiten, Kurs, Pro-Series-Punkte, Übertragung und die wichtigsten Namen der Profi-Startfelder an der Côte d’Azur.

Die Ironman-70.3-Weltmeisterschaft kehrt am Wochenende nach Nizza zurück. Am Samstag greifen zunächst die Frauen ins Renngeschehen ein, am Sonntag folgen die Männer. Damit wird die Côte d’Azur erneut zur Bühne für eine der wichtigsten Entscheidungen der Mitteldistanz-Saison. Mehr als 140 Profis stehen auf den Startlisten, dazu geht es neben den WM-Titeln auch um ein Preisgeld von insgesamt 500.000 US-Dollar und wichtige Punkte in der Ironman Pro Series.
Die Profifrauen starten am Samstag, 12. September, um 7:00 Uhr Ortszeit. Die Liveübertragung beginnt um 6:30 Uhr. Einen Tag später, am Sonntag, 13. September, sind die Männer an der Reihe. Auch ihr Rennen startet um 7:00 Uhr, die Übertragung beginnt ebenfalls eine halbe Stunde vor dem Start. Die Rennen sind international live und kostenlos über den YouTube-Kanal von Ironman zu sehen.
Ein Kurs mit WM-Charakter
Nizza bietet für eine Mitteldistanz-Weltmeisterschaft einen Kurs, der deutlich mehr verlangt als reine Tempohärte. Das Rennen beginnt mit 1,9 Kilometern Schwimmen im Mittelmeer. Gestartet und ausgestiegen wird an der Plage des Ponchettes, geschwommen wird vor der Kulisse der Promenade des Anglais. Je nach Wetterlage kann das Meer ruhig sein, bei Wind aber auch für unruhige Bedingungen sorgen.
Der Schlüssel des Rennens dürfte auf dem Rad liegen. Die 90 Kilometer führen als eine große Runde aus der Stadt hinaus in das Hinterland der Alpes-Maritimes. Der bekannteste Abschnitt ist der Col de Vence, doch der Kurs ist nicht nur wegen der Steigung anspruchsvoll. Die Kombination aus längeren Anstiegen, technischen Abfahrten, Kurven und Rhythmuswechseln verlangt Durchhaltevermögen und Radkontrolle.
Der abschließende Halbmarathon führt über 21,1 Kilometer auf zwei Runden entlang der Promenade des Anglais. Im Vergleich zum Radkurs ist die Laufstrecke flach und schnell. Deshalb können die Abstände nach dem Radfahren entscheidend sein. Wer dort bereits zu viel Zeit verloren hat, bekommt auf der Promenade zwar eine faire und schnelle Strecke, aber nur noch wenig topografische Hilfe, um große Lücken zu schließen.
Was ist sportlich zu erwarten?
Die Ironman-70.3-WM in Nizza wird kein klassisches Vollgasrennen auf flachem Terrain. Der Kurs zwingt die Athletinnen und Athleten dazu, ihre Kräfte sehr genau einzuteilen. Schon das Schwimmen kann aufgrund von Gruppenbildungen einen großen Einfluss auf die Renndynamik nehmen, auf dem Rad werden Kletterstärke, Abfahrtsverhalten und kluge taktische Entscheidungen wichtig. Wer hoch zum Col de Vence überzieht, kann später dafür bezahlen. Wer zu defensiv fährt, läuft Gefahr, mit einem zu großen Rückstand in die Laufschuhe zu wechseln.
Die WM zählt zugleich zur Ironman Pro Series. Als Weltmeisterschaft ist sie höher bewertet als ein normales Ironman-70.3-Rennen. Für den Sieg gibt es maximal 3.000 Punkte, also 500 mehr als bei einem regulären Mitteldistanz-Rennen der Serie. In der Ironman Pro Series zählt jede Sekunde Abstand zum Sieger oder zur Siegerin als ein Punkt weniger.
Wer startet bei den Frauen?
Das Frauenfeld ist hochklassig besetzt, auch wenn Titelverteidigerin Lucy Charles-Barclay nicht startet und ihren Fokus auf die Ironman-WM in Kona legt. Zu den prominentesten Namen auf der Startliste gehören Taylor Knibb, Marjolaine Pierré, Solveig Løvseth, Laura Philipp, Katrina Matthews, Paula Findlay, Julie Derron, Alanis Siffert, Imogen Simmonds und viele weitere internationale Athletinnen.
Aus deutscher Sicht ist das Frauenfeld besonders stark besetzt. Gemeldet sind neben Philipp, Lena Meißner, Bianca Bogen, Sarah Schönfelder, Franziska Hofmann, Caroline Pohle und Anna Büttner. Damit stehen sieben deutsche Profiathletinnen auf der Liste. Die ebenfalls qualifizierte Daniela Kleiser hat ihre Teilnahme aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen.
Wer startet bei den Männern?
Bei den Männern ist das Feld ebenfalls prominent besetzt. Auf der Startliste stehen unter anderem Titelverteidiger Jelle Geens, Kristian Blummenfelt, Casper Stornes, Gustav Iden, Marten Van Riel, Hayden Wilde, Morgan Pearson und weitere Athleten aus der Weltspitze.
Aus Deutschland starten Jonas Schomburg, Rico Bogen, Fabian Kraft, Marcel Bolbat, Cedric Osterholt, Lasse Nygaard Priester und Jannik Schaufler. Wie das Rennen ausgehen könnte und welcher der Athleten als Favorit zählt, könnt ihr im Favoritencheck lesen.


















