60 Langdistanzen in 60 Tagen: Josefine Rutkowski läuft wie ein Uhrwerk

Konstante Zeiten, frische Beine, gute Stimmung. Die erste Woche beim Weltrekordprojekt hätte für die Extremsportlerin nicht besser laufen können. Dabei musste sie sich selbst bremsen.

Markus Killinger Nummer drei: Josefine Rutkowski mit der Startnummer für den dritten Tag ihres Projekts. Mittlerweile sind schon sechs Tage absolviert.

Sechs Tage sind rum. Und für Josefine Rutkowski gab es zum Auftakt ihrer 60 Langdistanzen in 60 Tagen beinahe ausschließlich positive Nachrichten. „Wir haben uns eingegroovt, Dinge optimiert, zum Beispiel meine Verpflegung. Die Gels füllen wir jetzt beim Fahrradfahren und Laufen in die Fahrradflasche und dann füllen wir das mit Wasser auf“, berichtet Rutkowski. Eine Taktik, die im Triathlon weit verbreitet ist – und die zu den marginal Gains bei dem Projekt gehört. „So ist es einfacher. Für alle Beteiligten. Ehe ich da jedes Mal ein Gel aufmachen muss. Das sind kleine Handgriffe, die Zeit sparen.“ Apropos Zeit sparen: Das gelingt der 36-Jährigen bislang auch auf der Strecke.

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120 Kilometer Gegenwind

„Ich komme momentan überall zur selben Zeit an. Dadurch ist es für das Team gut zu überschauen, wann ich da bin“, so Rutkowski. Erstaunlich: Trotz der Unwägbarkeiten, die eine Langdistanz mit sich bringt, legt die Extremsportlerin eine beeindruckende Konstanz an den Tag. „Der Zieleinlauf ist seit fünf Tagen immer solide um 18:30 Uhr“, so Rutkowski. Trotz wechselhafter Bedingungen. „Am Mittwoch hat mich ein bisschen das Tief Gabriel geärgert. Das war teilweise sehr windig, ich habe auf 180 Kilometer 120 Kilometer Gegenwind gehabt. Das war nicht mehr so schön und hat mich gebremst beim Radeln. Ich konnte nicht so viel Gas geben, wie ich gewollt hätte. Weil ich weiß, dass ich noch ein paar Tage vor mir habe.“

Das Uhrwerk läuft

Wenn man von Problemen sprechen kann, liegen sie für Josefine Rutkowski genau darin: sich zu bremsen. Ansonsten läuft das Projekt beängstigend reibungslos bisher. „Ich darf mich beim Laufen noch bremsen, weil ich einfach zu gerne schnell laufe. Aber das habe ich gut hinbekommen.“ Die Vorgabe einer Pace im Bereich um die 5:30 Minuten pro Kilometer habe sie gehalten. Inklusive Pausen war sie die vergangenen Tage nach circa zwölf Stunden im Ziel. „Das reine sportliche Treiben, da sind wir so bei elf Stunden. Es ist nach wie vor super schnell. Es würde mich natürlcih freuen, wenn es so bleiben würde.“ Am Freitag schaffte Rutkowski mit Durchgang Nummer sechs so viele Langdistanzen hintereinander wie bisher noch nie. Bei der Challenge 120 von Jonas Deichmann hat sie zwar insgesamt 18 Langdistanzen absolviert, allerdings maximal fünf hintereinander. Ob der Körper das aktuelle Tempo durchhält, werden die nächsten Wochen zeigen. „Aber wenn das Uhrwerk läuft, dann läuft’s“, betont Josefine Rutkowski.

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Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.

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