Knibb und Blummenfelt gewinnen WTCS-Auftakt in Yokohama

Taylor Knibb und Kristian Blummenfelt haben die Konkurrenz abgehängt und das erste Rennen der World Triathlon Championship Series 2021 im japanischen Yokohama gewonnen. Die US-Amerikanerin Knibb, die sich mit ihrem Triumph zugleich die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio sicherte, sorgte für eine Überraschung und lag bei den Frauen am Ende nach 1:54:27 Stunden 30 Sekunden vor ihrer Landsfrau Summer Rappaport. Auf Rang drei lief Maya Kingma aus den Niederlanden nach 1:55:05 Stunden ins Ziel. Die einzige deutsche Starterin Laura Lindemann, die vor dem Rennen keine großen Erwartungen hatte, landete nach 1:58:08 Stunden auf Position 30. Bei den Männern war der Norweger Blummenfelt mit 1:42:55 Stunden schnellster Athlet, zehn Sekunden vor dem Belgier Jelle Geens und dem US-Amerikaner Morgan Pearson (1:43:12 Stunden), der damit ebenfalls die Olympiaqualifikation sicherstellte. Mit Jonas Schomburg landete ein deutscher Athlet als Zehnter in den Top Ten (1:43:40 Stunden). Der zweite deutsche Starter Tim Hellwig kam als 30. ins Ziel (1:46:29 Stunden).

Knibb läuft davon, Rappaport holt sich Rang zwei

Nach den beiden Schwimmrunden über je 750 Meter waren die Portugiesin Helena Carvalho und Summer Rappaport (19:29 Minuten) gleichzeitig als Erste aus dem Wasser gestiegen, gefolgt von Kingma (19:33 Minuten) und Knibb (19:35 Minuten). Kingma stieg nach dem schnellsten Wechsel der Spitzengruppe als Erste auf das Rad. 15 Athletinnen fanden sich bald zur Führungsgruppe zusammen, aus der Kingma und Knibb ausrissen und zur Hälfte der neun jeweils 4,45 Kilometer langen Runden einen Vorsprung von 30 Sekunden auf die Verfolgerinnen herausgefahren hatten. 58:21 Minuten benötigte Taylor Knibb für die Radstrecke, Maya Kingma 58:28 Minuten.

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Beide wechselten als Führungsduo auf die Laufstrecke. Dort setzte sich die US-Amerikanerin sukzessive ab, lag nach zwei der vier Runden über jeweils 2,5 Kilometer 35 Sekunden vor der Niederländerin, die von hinten den Atem der bereits für die Olympischen Spiele qualifizierten Summer Rappaport spürte und die Amerikanerin, die in 33:24 Minuten die beste Laufzeit hinlegte, in der letzten Runde vorbeiziehen lassen musste. Laura Lindemann hatte für das Schwimmen 19:52 Minuten benötigt, ehe sie die Radstrecke in 1:00:16 Stunden absolvierte und die abschließenden zehn Kilometer in 36:34 Minuten zurücklegte. Titelverteidigerin Katie Zaferes kam auf Rang 22 ins Ziel (1:57:12 Stunden).

Blummenfelt mit starkem Endspurt

Bei den Männern setzte sich Titelverteidiger Vincent Luis aus Frankreich beim Schwimmen an die Spitze und stieg nach 18:00 Minuten als Erster aus dem Wasser. Eine Sekunde dahinter folgte der Belgier Marten Van Riel, Schomburg lief nach 18:05 Minuten in die erste Wechselzone. Blummenfelt lag mit 18:16 Minuten in der Verfolgergruppe, genau wie Tim Hellwig (18:15 Minuten). 54 Sekunden verlor Jelle Geens, der an der ersten Boje kurzzeitig die Orientierung verloren hatte und als 52. in die erste Wechselzone lief.

Das Feld an der Spitze blieb auf dem Rad dicht beisammen. 20 Athleten passierten die erste Zeitnahme innerhalb von sechs Sekunden – und die Gruppe vergrößerte sich noch, wodurch auch Geens mit der besten Radzeit (53:21 Minuten) wieder aufschließen konnte. Auf den letzten zehn Kilometern fuhr das Feld als große Gruppe zusammen und sorgte für Spannung beim abschließenden Zehn-Kilometer-Lauf. Geens, Blummenfelt, Schomburg (Radzeit 54:09 Minuten) und der Brite Alex Yee bestimmten zu Beginn das Tempo und setzten sich nach 2,5 Kilometern auf zwölf Sekunden ab. Der Deutsche musste schließlich abreißen lassen (Laufzeit 30:13 Minuten), während Pearson aufholte. Kurz vor dem Ziel folgte die Entscheidung, als Blummenfelt sich von Geens etwas absetzen konnte und sich nach der schnellsten Laufzeit (29:26 Minuten) den Sieg vor dem Belgier (29:38 Minuten Laufzeit) und Morgan Pearson (29:30 Minuten Laufzeit) sicherte. Titelverteidiger Vincent Luis lief auf Rang sechs ein (1:43:35 Stunden).

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Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.

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