Donnerstag, 15. Januar 2026

Langdistanz mit Freunden: Frühstart statt Nachtschicht bei der Bodensee Edition

Jonas Deichmann reagiert auf die Wetterprognose für den morgigen Samstag. Das ursprünglich geplante Nachtevent wird aus Sicherheitsgründen zum größten Teil auf den Tag verlegt. Der Abenteurer ist sich dennoch sicher: „Es wird saugeil!“

privat Wer begleitet die beiden dieses Mal? Jonas Deichmann (re.) und sein Bruder Siddhartha werden die 226 Kilometer am Bodensee in Angriff nehmen – und hoffen auf weitere Teilnehmer.

Nur eine Woche nach der Langdistanz mit Freunden rund um den österreichischen Fuschlsee ruft Jonas Deichmann zur nächsten Ausgabe seiner Serie über 226 Kilometer. Am morgigen Samstag steht die Bodensee Edition an – unter veränderten Voraussetzungen. Eigentlich war das Event als Nachtausgabe geplant, mit Start gegen 17:30 Uhr. Daraus wird allerdings nichts. „Morgen Nachmittag sind ziemliche Sturmböen und Regen vorhergesagt, der Wind geht vom Ufer weg – das wäre ziemlich gefährlich zum Schwimmen“, erklärt Jonas Deichmann. „Deshalb haben wir den Start auf 11:30 Uhr vorverlegt. Ansonsten bleibt alles wie geplant.“ Die Bodensee Edition wird eine Gravel-Ausgabe und das letzte Event der Serie im deutschsprachigen Raum.

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Zu gefährlich für das Schwimmen

Treffpunkt und Start ist der Parkplatz der Universität von Konstanz in der Nähe der Fähre nach Meersburg, nicht weit von der Insel Mainau. Nach den 3,8 Kilometern Schwimmen im Bodensee heißt es gegen 13 Uhr umziehen und etwa zwei Kilometer mit dem Gravelbike zur Fähre fahren. „Es wird wahrscheinlich eine sehr regenreiche Radstrecke. Am Abend kommt noch einmal ziemlich heftiger Regen und auch Wind, aber auf dem Rad ist das in Ordnung. Wir setzen von Konstanz nach Meersburg über und es geht mit dem Gravelbike um den Überlinger See und den Untersee“, so Deichmann. Die 180 Kilometer lange Route hält Forstwege, ein paar Singletrails und kleinere Asphaltpassagen bereit. „80 Prozent sind Gravel. Es ist aber gescoutet, also ich kenne die Route. Man ist nie direkt am See, sondern immer ein bisschen im Hinterland. Es geht hoch und runter, man hat über 2.000 Höhenmeter“, verrät Deichmann. Richtig lange Anstiege oder steile Rampen gebe es nicht. „Wir sind wahrscheinlich gegen 18 Uhr wieder in der Verpflegungsstation auf dem Parkplatz. Da können wir uns aufwärmen. Dann kommt die zweite Radrunde. Da sollte es in der Nacht sogar trocken sein. Wahrscheinlich sind wir gegen 22 oder 23 Uhr wieder zurück. Das wird mindestens neun Stunden dauern“, vermutet der Abenteurer. „Es hängt natürlich auch viel vom Wetter ab.“

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Schwerste Edition bisher

Dann soll zwischen 22 Uhr und Mitternacht das „Läufchen“ starten. „Da geht es erst einmal nach Westen weg. In einen Wald, mit 400 Höhenmetern. Bei Kilometer 20 sind wir zurück beim Auto und können kurz etwas essen. Dann geht es nach Konstanz rein für die finale Schleife“, erklärt der Extremsportler. „Es wird saugeil und aufgrund des Wetters die wahrscheinlich schwerste Edition bisher. Ich bin sehr gespannt, wie viele Leute da kommen. Mein Bruder ist auf jeden Fall dabei. Wir haben demnach mindestens zwei Teilnehmer mit bisher hundertprozentiger Finisherquote – irgendwer wird also schon ins Ziel kommen. Es wird cool“, bekräftigt Deichmann. Wie bei jeder Langdistanz mit Freunden ist jeder Teilnehmer für sich selbst verantwortlich. Es gibt keinerlei Unterstützung und jeder kann so viel der 226 Kilometer absolvieren, wie er oder sie möchte.

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Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.

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