Dienstag, 16. April 2024

Wochenende in Sicht: Vorschau auf die nächsten Wettkämpfe

Ab jetzt geht es Schlag auf Schlag, und es gibt nahezu kein Wochenende ohne Triathlon. Wir werfen einen kurzen Blick nach Frankreich und Mallorca, nach Japan und in die USA.

Zweite Station der World Triathlon Championship Series

Im japanischen Yokohama findet am Samstag das zweite Event der World Triathlon Championship Series (WTCS) statt. Favoritin und Favorit auszumachen, ist nahezu unmöglich, denn die Starterlisten sind mit allen großen Namen gefüllt. Bei den Frauen fehlt Olympiasiegerin Flora Duffy aufgrund einer Verletzung, was den anderen Athletinnen in die Karten spielen dürfte. Hier sind insbesondere die Britinnen Sophie Coldwell und Georgia Taylor-Brown zu nennen. Taylor-Brown gewann im vergangenen Jahr das Rennen in Yokohama und wurde Gesamtzweite der Serie, erzielte jedoch mit Platz 15 in Abu Dhabi dieses Jahr ein für sie enttäuschendes Ergebnis. Aus den USA stehen Taylor Knibb und Taylor Spivey an der Startlinie. Knibb hat das Rennen bereits gewonnen, Spivey holte in fünf Teilnahmen eine Bronzemedaille. Aus Deutschland sind vier Athletinnen dabei: Nina Eim, Lisa Tertsch, Marlene Gomez-Göggel und Laura Lindemann. Das Frauenrennen beginnt um 10 Uhr Ortszeit (3 Uhr deutscher Zeit).

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Bei den Männern geht der Portugiese Vasco Vilaca mit der Startnummer eins an den Start. Aus Frankreich fehlt Vincent Luis zwar verletzungsbedingt, seine Landsmänner Léo Bergère, Weltmeister 2022, und Dorian Coninx, sorgen dennoch für Tempo. Spannend werden zudem die Auftritte von Kristian Blummenfelt (NOR) und Marten van Riel (BEL). Blummenfelt will sich in diesem Jahr voll auf die kurzen Distanzen fokussieren und hat den zweiten Olympiasieg im Blick. Den Saisoneinstieg in Abu Dhabi verpasste er krankheitsbedingt. Van Riel wurde im vergangenen Jahr vom Verletzungspech verfolgt. Für Gustav Iden waren die letzten Auftritte auf der Kurzdistanz nicht von Erfolg gekrönt. Für ihn geht es darum, wichtige Punkte für die Olympiaqualifikation zu sammeln. Im Deutschland-Einteiler gehen Lasse Priester, Valentin Wernz, Jonas Schomburg und Johannes Vogel an den Start. Das Rennen der Männer beginnt um 13 Uhr Ortszeit (6 Uhr deutscher Zeit). Beide Rennen können mit einem kostenpflichtigen Zugang auf triathlonlive.tv verfolgt werden.

Sebastian Kienle bei der Challenge Fréjus

Sebastian Kienle legt am Sonntag eine weitere Station auf seiner „Discontinued Tour“ ein. Nachdem er am vergangenen Wochenende bei der Kurzdistanz in Buschhütten auf dem Podium landete, geht es für den 38-Jährigen nun im Rahmen der Challenge Fréjus auf die Mitteldistanz nach Südfrankreich. Mit Rudy von Berg trifft Kienle auf einen Athleten, der über reichlich Streckenkenntnis verfügt, denn der US-Amerikaner ist an der Côte d’Azur aufgewachsen. Apropos Strecke: Der Radkurs ist mit 101 Kilometern etwas länger als üblich, und hält dabei knapp 1.200 Höhenmeter bereit. Starke Radfahrer dürften also auf ihre Kosten kommen. Während man Kienle und von Berg die Favoritenrolle zuweisen kann, lässt der Rest des Männerfeldes Raum für Überraschungen. Mit dabei sind unter anderem die Franzosen William Mennesson und Dylan Magnien, sowie der US-Amerikaner Jesse Vondracek. Das Frauenfeld ist mit sechs Athletinnen sehr überschaubar. Favoritin auf den Sieg ist die Südafrikanerin Magda Niewoudt, um das Podium kämpfen können außerdem die Französin Julie Iemmolo und Annika Timm aus Deutschland.

Urlaubsgefühle beim Ironman 70.3 Mallorca

Ein Profifeld gibt es beim Ironman 70.3 in Alcúdia (Mallorca) zwar nicht, doch da die Insel als 17. Bundesland gilt, werden viele Agegrouper aus Deutschland dort ihren Saisonstart feiern. Geschwommen wird in der Bucht der Hafenstadt Alcúdia im Norden Mallorcas, wo im Normalfall ruhige Bedingungen zu erwarten sind. Die Radstrecke hält schließlich sowohl anspruchsvolle Passagen als auch Speed-Abschnitte bereit. Bereits nach zehn Kilometern geht es über den Coll de Femenia hinauf zum Kloster Lluc und über Serpentinen bergab. Der Rest der Strecke ist überwiegend flach. Insgesamt finden sich auf einer großen 90-Kilometer-Runde 850 Höhenmeter. Der abschließende Halbmarathon führt die Athletinnen und Athleten schließlich in drei Runden an der Strandpromenade entlang sowie durch den Ort Port d’Alcúdia. Es bieten sich also viele Gelegenheiten, um die perfekte Location für ein Kaltgetränk nach dem Rennen zu finden.

Ironman 70.3 Gulf Coast mit Sam Long

Nur eine Woche nach seinem Sieg bei Ironman 70.3 St. George hat der US-Amerikaner Sam Long die nächste Mitteldistanz vor der Brust. Am kommenden Samstag (13. Mai) geht es für ihn nach Panama City Beach, Florida, zum Ironman 70.3 Gulf Coast. Long trifft dabei fast ausschließlich auf Nordamerikaner. Unter anderem steht Lionel Sanders (CAN) auf der Startliste, doch es ist unklar, ob er tatsächlich am Rennen teilnehmen wird. Mit Jackson Laundry, Tim O’Donnell und Trevor Foley sind jedoch noch weitere Athleten dabei, die für ein spannendes Rennen sorgen. Profifrauen sind nicht dabei. Das Rennen kann ab 12:30 Uhr deutscher Zeit live bei Outside TV verfolgt werden.

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5 Kommentare

  1. Warum tut sich G. Iden als 2-facher 70.3 Weltmeister und Hawaii Sieger weiterhin die Kurzdistanz an? Das ist nicht mehr eine Stecke. Nizza ist sein Parcours, da ging sein Stern 2019 auf und er wäre sicher Top 3 bei der WM im September. Will er darauf verzichten, um in Paris Top 20 zu machen? Gerhard Kiefer

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Anna Bruder
Anna Bruder
Anna Bruder wurde bei triathlon zur Redakteurin ausgebildet. Die Frankfurterin zog nach dem Studium der Sportwissenschaft für das Volontariat nach Hamburg und fühlt sich dort sehr wohl. Nach vielen Jahren im Laufsport ist sie seit 2019 im Triathlon angekommen und hat 2023 beim Ironman Frankfurt ihre erste Langdistanz absolviert. Es war definitiv nicht die letzte.

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