NEU! triathlon-News Ausgabe vom 10. Oktober, 16:03 Uhr · 0:45 Min · Kurzfassung

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Alpe d’Huez Triathlon: Siffert mit Rekord-Hattrick, Steger siegt und Dreitz sagt au revoir

Alanis Siffert siegt am Alpe d’Huez mit Rekord, Thomas Steger gewinnt bei den Männern. Andreas Dreitz verabschiedet sich emotional vom Triathlon.

Alanis Siffert siegt beim Alp d'Huez Triathlon
Alp d'Huez Triathlon

Alanis Siffert hat ihre beeindruckenden Wochen fortgesetzt und beim Triathlon de l’Alpe d’Huez den nächsten großen Sieg gefeiert. Die Schweizerin, die erst vor wenigen Wochen bei der Challenge Roth mit ihrem Triumph für Aufsehen gesorgt hatte, gewann das traditionsreiche Bergrennen zum dritten Mal in Folge in neuer Rekordzeit. Bei den Männern setzte sich der Österreicher Thomas Steger durch. Aus deutscher Sicht stand jedoch ein anderer Moment im Mittelpunkt: Andreas Dreitz bestritt am Alpe d’Huez seinen letzten Triathlon.

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Der Abschied

Für Dreitz endete damit ein langes Kapitel im Profisport. Nach dem Zieleinlauf schrieb der 36-Jährige auf Instagram, es gebe Momente im Leben, die schwer in Worte zu fassen seien. Am Alpe d’Huez habe er nicht nur die Ziellinie eines Rennens überquert, sondern die Ziellinie eines Lebensabschnitts, der ihn über viele Jahre geprägt habe.

Dabei wurde der Abschied noch einmal zu einem Rennen, das gut zu Dreitz passte: hart, emotional und mit kleinen Widerständen unterwegs. Zwei Bienenstiche, einer früh im Rennen in die Lippe, ein weiterer einige Kilometer später in den Oberschenkel, stoppten ihn nicht. Dreitz kämpfte sich weiter über den legendären Kurs und hinauf zum Zielort Alpe d’Huez. Dort wartete der wohl bedeutendste Zieleinlauf seiner Karriere: Er überquerte die Linie mit seinem Sohn auf dem Arm.

„Es hätte keinen bedeutungsvolleren Weg geben können, dieses Kapitel zu schließen“, schrieb Dreitz. Der Moment sei auch eine Erinnerung daran gewesen, dass mit dem Ende einer Reise eine neue, noch wichtigere beginne.

Siffert dominiert von Beginn an

Sportlich prägte Alanis Siffert das Frauenrennen vom Start weg. Die Schweizerin übernahm bereits beim 2,2 Kilometer langen Schwimmen im Lac du Verney die Kontrolle und gab die Führung anschließend nicht mehr ab. Auf dem 118 Kilometer langen Radkurs mit rund 3.200 Höhenmetern baute sie ihren Vorsprung weiter aus, trotz eines kleinen Fauxpas in der Wechselzone, als sie ihren Platz nicht fand, ehe sie auch auf dem abschließenden 19,2-Kilometer-Lauf nichts mehr anbrennen ließ.

Nach 6:13:00 Stunden erreichte Siffert das Ziel und verbesserte damit den Streckenrekord. Für die 24-Jährige war es der dritte Sieg in Serie beim Triathlon de l’Alpe d’Huez. Zweite wurde die Französin Jeanne Collonge in 6:22:30 Stunden, Rang drei ging an Nina Derron aus der Schweiz in 6:32:12 Stunden.

Siffert bezeichnete das Rennen anschließend als eines, das ihr besonders am Herzen liege. Vor zwei Jahren hatte sie am Alpe d’Huez ihren ersten Profisieg gefeiert. Nun kehrte sie als Roth-Siegerin zurück und bestätigte ihre derzeit außergewöhnliche Form eindrucksvoll. Mit Blick auf die anstehenden Saisonhöhepunkte unterstrich sie einmal mehr, dass sie auch international zu den spannendsten Athletinnen des Jahres gehört.

Steger dreht das Rennen auf dem Rad

Bei den Männern sicherte sich Thomas Steger den Sieg. Der Österreicher war nach dem Schwimmen noch nicht in der Spitzengruppe, arbeitete sich auf dem Rad aber konsequent nach vorn. Auf der schweren Strecke übernahm er die Kontrolle und erreichte die zweite Wechselzone als Führender.

Steger absolvierte die 118 Kilometer auf dem Rad in 3:48:52 Stunden und verschaffte sich damit die entscheidende Ausgangsposition. Auf dem abschließenden Lauf ließ er sich den Sieg nicht mehr nehmen und gewann in 5:33:41 Stunden. Zweiter wurde der Franzose Émile Blondel-Hermant in 5:36:07 Stunden, Rang drei ging an Louis Richard in 5:38:48 Stunden.

Für Steger war es nach Platz drei im Vorjahr der nächste Schritt auf dem Podium. Dieses Mal reichte es ganz nach oben. Es war zu dem der erste Sieg für den ehemals grünen Teufel seit 2022.

Ergebnisse zu dem Rennen gibt es hier.

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Lars Wichert
Lars Wichert
Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.

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