Nach dem dritten Rang im vergangenen Jahr hat Alanis Siffert die Challenge Roth 2026 gewonnen. Mit der besten Rad-Lauf-Kombination des Tages wies sie Lucy Charles-Barclay und Katrina Matthews in die Schranken.

Alanis Siffert hat die Challenge Roth 2026 gewonnen. In 8:09:09 Stunden schlug sie die beiden großen Favoritinnen Lucy Charles-Barclay und Katrina Matthews – vor allem aufgrund ihrer starken Rad-Lauf-Kombination. Charles-Barclay wurde bei ihrem dritten Roth-Start Zweite, vor Daisy Davies.
Charles-Barclay von vorn
Zu Beginn kam es zu einem gewohnten Bild: Lucy Charles-Barclay suchte die Flucht nach vorn. Zwar versuchten Konkurrentinnen wie Fenella Langridge, Caroline Pohle, Daisy Davies und Alanis Siffert ihre Füße zu halten, das hatte sich jedoch nach wenigen hundert Metern erledigt. Nach 52:19 Minuten hatte „LCB“ die 3,8 Schwimmkilometer hinter sich. Die Lücke auf ihre Verfolgerinnen betrug zu diesem Zeitpunkt 1:40 Minuten – etwas weniger als antizipiert. Die wohl größte Kontrahentin der Ironman-Weltmeisterin von 2023, Katrina Matthews, erreichte den Ausstieg 6:08 Minuten hinter Charles-Barclay in einer Gruppe mit Chloe Hartnett und Jasmine Brown. Daniela Bleymehl verlor 9:21 Minuten.

Obwohl Lucy Charles-Barclay nach dem Schwimmen ihre typische Lücke etabliert hatte, dauerte es nicht lange, bis sie von ihren Verfolgerinnen eingeholt wurde. Bereits bei Kilometer 25 hatten Siffert, Davies und Pohle die Britin eingeholt. Die Schweizerin setzte sich anschließend von der Gruppe ab. Katrina Matthews war es nicht möglich, die Lücke zu verkleinern. Sie verlor Kilometer um Kilometer Zeit auf die Athletinnen vor ihr.

Bei Kilometer 50 hatte Siffert bereits eine Lücke von einer Minute etabliert, dahinter versuchten Pohle, Charles-Barclay und Davies den Abstand nicht größer werden zu lassen. Schließlich konnte Davies das Tempo ihrer beiden Mitstreiterinnen nicht mehr mitgehen und musste sich aus der Verfolgerinnengruppe verabschieden. Nach 150 Kilometern war sie bereits fünf Minuten hinter Siffert zurückgefallen, während Pohle und Charles-Barclay die Lücke bei rund einer Minute halten konnten. Matthews Rückstand zu diesem Zeitpunkt: zwölf Minuten.
Mit einer Radzeit von 4:29:19 Stunden erreichte Alanis Siffert als Erste die zweite Wechselzone. Charles-Barclay und Pohle folgten ihr mit knapp einer Minute Rückstand. Daisy Davies erreichte T2 als Vierte mit 6:18 Minuten Abstand auf die Schweizerin, Katrina Matthews weitere sechs Minuten dahinter (+12:27 Minuten).

Kein Herankommen an Siffert
Von Anfang an war es der Schweizerin möglich, ihren Vorsprung auszubauen. Weder Pohle noch Charles-Barclay, die nach dem Radfahren ihren Einteiler gegen Laufkleidung getauscht hatte, konnten die Lücke schließen. Zum Halbmarathon war die Lücke 2:45 Minuten auf die Britin angewachsen, Pohle musste dem Tempo Tribut zollen und lag zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als sechs Minuten hinter der Führenden. Überraschenderweise war auch Katrina Matthews nicht in der Verfassung, Plätze gut zu machen. Sie verlor ebenfalls Zeit auf Siffert und kam auch Daisy Davies vor ihr nicht näher.
Auf der zweiten Marathonhälfte hatte Pohle bei ihrem Debüt dann zu kämpfen. Bei Kilometer 30 hatte Davies sie eingeholt und setzte sich an ihr vorbei auf den dritten Platz. Doch an der Spitze änderte sich nichts mehr. Alanis Siffert fuhr nach ihrem dritten Platz im vergangenen Jahr einen unangefochten Sieg ein (8:09:09 Stunden). 7:32 Minuten später folgte ihr Lucy Charles-Barclay auf Rang zwei, vor Daisy Davies (+18:10 Minuten). Katrina Matthews schaffte es ebenfalls, sich noch an Caroline Pohle vorbeizuschieben und das Rennen auf dem vierten Platz zu beenden (8:31:35 Stunden). Die Leipzigerin kam schließlich als Fünfte ins Ziel (+23:40 Minuten).

Ergebnisse: Challenge Roth
Profis
Männer
| Platz | Name | Land | Gesamt | 3,8 km Swim | 180 km Bike | 42,195 km Run |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Sam Laidlow | 🇫🇷FRA | 7:21:04 | 2 46:57 | 2 3:54:58 | 2:36:53 |
| 2 | Kristian Blummenfelt | 🇳🇴NOR | 7:26:24 | 49:54 | 4:04:10 | 1 2:29:33 |
| 3 | Rico Bogen | 🇩🇪GER | 7:27:53 | 1 46:56 | 1 3:54:45 | 2:43:48 |
| 4 | Menno Koolhaas | 🇳🇱NED | 7:30:00 | 47:00 | 4:09:46 | 2 2:30:33 |
| 5 | Jonas Schomburg | 🇩🇪GER | 7:32:17 | 3 46:59 | 3 4:01:53 | 2:41:01 |
| 6 | Magnus Ditlev | 🇩🇰DEN | 7:34:21 | 51:03 | 4:02:41 | 2:37:33 |
| 7 | Frederic Funk | 🇩🇪GER | 7:38:14 | 49:56 | 4:07:10 | 2:38:20 |
| 8 | Kristian Høgenhaug | 🇩🇰DEN | 7:39:32 | 50:59 | 4:05:30 | 2:39:57 |
| 9 | Patrick Lange | 🇩🇪GER | 7:41:27 | 51:01 | 4:15:14 | 3 2:32:25 |
| 10 | Tristan Olij | 🇳🇱NED | 7:43:15 | 51:13 | 4:11:18 | 2:37:25 |
Frauen
| Platz | Name | Land | Gesamt | 3,8 km Swim | 180 km Bike | 42,195 km Run |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Alanis Siffert | 🇨🇭SUI | 8:09:09 | 3 52:03 | 1 4:29:19 | 1 2:45:00 |
| 2 | Lucy Charles-Barclay | 🇬🇧GBR | 8:16:41 | 1 50:23 | 3 4:31:51 | 2 2:50:43 |
| 3 | Daisy Davies | 🇬🇧GBR | 8:27:19 | 52:08 | 4:35:51 | 2:56:35 |
| 4 | Katrina Matthews | 🇬🇧GBR | 8:31:35 | 56:31 | 4:37:27 | 2:54:42 |
| 5 | Caroline Pohle | 🇩🇪GER | 8:32:49 | 2 51:59 | 2 4:30:18 | 3:07:13 |
| 6 | Jeanne Collonge | 🇫🇷FRA | 8:52:16 | 1:03:34 | 4:43:29 | 3:01:05 |
| 7 | Anna Pabinger | 🇦🇹AUT | 8:54:35 | 1:13:19 | 4:43:59 | 3 2:52:20 |
| 8 | Fenella Langridge | 🇬🇧GBR | 8:58:42 | 52:06 | 4:54:39 | 3:08:59 |
| 9 | Chloe Hartnett | 🇦🇺AUS | 9:03:28 | 56:26 | 4:50:30 | 3:13:21 |
| 10 | Jasmine Brown | 🇦🇺AUS | 9:09:30 | 56:31 | 4:53:52 | 3:15:33 |











