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"Alle Karten ausgespielt"
Die Absage des Ironman 70.3 Dresden und ihre Hintergründe

Die Absage des Ironman 70.3 Dresden am 31. Juli hat viele Triathletinnen und Triathleten verärgert. Wir haben mit dem Veranstalter gesprochen, um mehr über die Hintergründe sowie das weitere Vorgehen zu erfahren.

Getty Images for IRONMAN

Am vergangenen Mittwochnachmittag bekamen die gemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ironman 70.3 Dresden eine E-Mail mit dem Betreff “Event Update”. Darin wurde mitgeteilt, dass das Rennen nicht am geplanten Termin, dem 31. Juli stattfinden kann.

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Trotz dieser kurzfristigen Absage, nur vier Tage vor dem Wettkampf, war wohl kaum jemand ernsthaft überrascht, denn wie das immer so ist: Gerüchte machen die Runde, erhärten sich schließlich, Beiträge werden geteilt, und jeder weiß etwas aus verschiedenen Quellen.

Richtig ins Rollen kam das Ganze nach einem Beitrag des MDR, der die Durchführung des Ironman 70.3 Dresden in Frage stellte. Die Absage schien sicher, doch der Veranstalter hielt sich weiterhin bedeckt und veröffentlichte stattdessen den Athletenguide, der bis dahin auf sich warten ließ, nur um einen Tag später die besagte E-Mail zu verschicken.

Viele Fragezeichen, kein Rennen

Wie konnte das passieren? Woran ist die Austragung des Premierenrennens gescheitert? Wie wahrscheinlich ist nach diesem Drama eine angekündigte Verschiebung in den September und was passiert, wenn mir dieser neue Termin gar nicht passt?

Unter anderem diese Fragen haben sich viele Betroffene gestellt. Wir haben bei Ironman nachgefragt und Oliver Schiek, den Chef der DACH-Region zum Gespräch gebeten.

Der Prozess der Streckenplanung und seine Tücken

Ohne Strecke kein Wettkampf – so viel ist klar. Dass der Prozess einer Streckenplanung, insbesondere bei einer Großveranstaltung in einem Ballungsgebiet, sehr langwierig und aufwendig sein kann, dürfte ebenfalls jedem bewusst sein. Im Fall der Erstaustragung in Dresden dauert dieser Prozess laut Schiek nun bereits mehr als ein Jahr an. “Zunächst muss eine allgemeine Veranstaltungsgenehmigung eingeholt werden, die dann wiederum mehrere Unterteile hat, beispielsweise aus verkehrsrechtlicher Sicht. Besonders wenn sich die Strecke im Herzen einer Stadt befindet, sind diese Genehmigungen sehr komplex”, erklärt er.

Zum Launch der Veranstaltung habe es einen vorabgestimmten Streckenvorschlag gegeben, der dann auch veröffentlicht wurde und schließlich noch mit den betroffenen Gemeinden und Landkreisen abgestimmt werden musste. “In Dresden war es nun so, dass in den vergangenen Monaten mehrere Situationen, etwa unvorhergesehene Baustellen und Änderungen in der Verkehrsführung, eingetreten sind. Wir mussten die Strecke anpassen”, sagt Schiek. Das Ergebnis dieser Anpassung war schließlich der vor wenigen Wochen veröffentlichte Radkurs, der für zahlreiche Diskussionen gesorgt hat: rund 400 Höhenmeter mehr als ursprünglich, verwinkelte Streckenführung, vermeintlich gefährliche Abfahrten sowie schlechter Straßenbelag waren die am häufigsten genannten Punkte des aufkommenden Unmuts. Dieser kam auch bei Ironman an. “Die veränderte Strecke wurde so problematisch, dass wir in der vergangenen Woche noch einmal mit allen Beteiligten zusammengesessen haben, um eine sichere und für alle vertretbare Strecke zu kreieren”, sagt Oliver Schiek.

Mit dem dann finalen Kurs über zwei Runden à 45 Kilometer auf der Bundesstraße B6 sei man sich schließlich einig gewesen und sicher, eine Genehmigung zu erhalten, weitere Abstimmungen seien in die Wege geleitet worden. “Anfang dieser Woche, mit einem Höhepunkt am Mittwoch, war dann aber die Situation erreicht, in der wir uns eingestehen mussten, dass es zu viele Probleme gibt, die in der Kürze der Zeit nicht mehr zu lösen sind und in der Vorwoche nicht absehbar waren”, erklärt Schiek. Einige Faktoren – Rettungswege, Anwohner, Zufahrtsmöglichkeiten von Krankenhäusern und Pflegediensten, ein Tanklager – seien von allen Beteiligten nicht hundertprozentig richtig eingeschätzt worden. Zudem benötigten derart aufwendige Straßensperrungen einen gewissen Vorlauf. “Irgendwann hat uns alle, sowohl Ironman als auch die Verkehrsbehörde und die Stadt Dresden, die Zeit überholt”, gibt der Chef von Ironman Germany zu.

Die Flut an Aufgaben sei zu hoch gewesen, um sie in der verbleibenden Zeit noch so zu bewältigen, dass man am Ende eine sichere und fahrbare Strecke hätte präsentieren können. “Das Letzte, was wir wollen, ist ein Vorfall, der daran liegt, dass wir unsere Hausaufgaben nicht gemacht haben, und dadurch ein erheblicher Schaden, vor allem an Menschen, entsteht. Das konnte ich nicht mehr ausschließen”, sagt Schiek.

Kommunikation in letzter Sekunde?

Der Punkt, der bei den meisten Athletinnen und Athleten für das meiste Unverständnis sorgt, ist die späte Kommunikation seitens des Veranstalters. Wieso wird ein Athletenguide veröffentlicht, wenn scheinbar sicher ist, dass eine Absage droht? “In der Vorwoche war bereits klar, dass es ein Kampf werden würde. Ich persönlich habe aber am Dienstag noch daran geglaubt, dass wir das hinkriegen”, beteuert Schiek. Am Mittwoch seien dann aber schließlich alle Karten ausgespielt gewesen. “Dann brauchte es aber noch ein, zwei Stunden, bis wir uns in der Kommunikation mit unserem Partner Dresden abgestimmt hatten. Natürlich mussten wir uns auch darauf vorbereiten, was wir im ersten Schritt antworten, schließlich braucht jeder Teilnehmer eine auf sich zugeschnittene Lösung”, so Schiek.

Flexible Lösungen für Athletinnen und Athleten

Selbst wenn der größte Ärger verraucht ist, stehen die Teilnehmenden vor der Frage, was mit ihren bereits getätigten Kosten passiert. Bereits bezahlte Unterkünfte, Zugtickets oder Ähnliches können schließlich nicht unbedingt kurzfristig storniert werden. Dafür eine Lösung zu finden, ist derzeit die Hauptaufgabe des Veranstalters. “Auch wenn es niemandem im ersten Schritt hilft, möchte ich mich in aller Form bei den Athleten entschuldigen und bedaure zutiefst, dass wir uns in dieser Situation befinden”, sagt Oliver Schiek. Man arbeite momentan mit Hochdruck daran, “flexible Optionen und Lösungen” für die Athletinnen und Athleten anzubieten.

Frist bis zum 5. August

Stichtag dafür ist Freitag, der 5. August. An diesem Tag will Ironman spätestens auf die Gemeldeten proaktiv zugehen, um die möglichen Optionen vorzustellen. “Meine aktuelle Hoffnung, und das sieht momentan sehr gut aus, ist, dass wir tatsächlich einen echten Verschiebetermin im September anbieten können und dieser Termin für viele passt. Für manche wird das keine Option sein und für diese Athleten wird es flexible Lösungen geben, die wir uns im Einzelfall anschauen müssen”, sagt Schiek. Ob es mit der Verschiebung klappt und welcher Termin dafür angesetzt wird, müsse in der nächsten Woche definitiv entschieden werden. Man habe bereits ein Datum im Blick sowie mehrere machbare Streckenoptionen, deren Problemstellen gezielt angegangen werden könnten. Eine Verschiebung auf den September dieses Jahres werde es nur geben, wenn sie sicher umsetzbar sei, so Oliver Schiek. Sprich: Wenn ein neuer Termin verkündet wird, wird es keine weiteren Unwägbarkeiten geben. “Wir können uns nicht ein weiteres Mal blamieren.”

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36 Kommentare
  1. edlich (@edlich)

    Übrigens wurde auch Knappenman abgesagt 🙁 Und das waren auch alle Distanzen bis hoch zur Langdistanz. Das sollte in der Summe der Absagen nicht untergehen.

    1. Werner

      in China fällt ein Sack Reis um. Und beim Aldi ist das Toastbrot im Angebot.

      1. Frank Suhrer

        Halt doch einfach dein dummes Reichsbürgermaul wenn du nix beizutragen hast …

  2. Heiko

    häää es geht hier ncht um den Knappenman? Kein Mensch interessiert sich gerade für einen Knappenman. Man man man

    1. MG

      Wo der eigene Horizont aufhört, ist halt Schluss mit Denken. 👍🏽

  3. Olaf

    Im Text steht: „ Bereits bezahlte Unterkünfte, Zugtickets oder Ähnliches können schließlich nicht unbedingt kurzfristig storniert werden. Dafür eine Lösung zu finden, ist derzeit die Hauptaufgabe des Veranstalters.“
    Bereitet der Veranstalter Ironman wirklich eine Lösung vor, um entstandene Kosten, z. B. für nicht mehr stornierbare Hotelübernachtungen, Zugtickets, etc. zu übernehmen?
    So verstehe ich zumindest den Text im Artikel.

    1. Sören

      würde mich wundern Olaf. Könnte eine teure Angelegenheit werden für IM. Passt nicht zur Gelddruckmaschine.

      1. Lara

        An eine Entschädigung/Lösung für nicht stornierbar Hotels etc. glaube ich nach dieser Nachricht nicht:

        „…Vielen Dank für deine Nachricht.

        Ich kann deinen Unmut und deine Situation verstehen. Für die kurzfristige Rennverschiebung kann ich mich nur erneut entschuldigen!

        Es tut mir sehr leid, aber wie du auch in dem von dir bei der Anmeldung unterschriebenen und zugestimmten Waiver nachlesen kannst, trägt IRONMAN keine angefallenen Reisekosten durch kurzfristige Änderungen/Absagen.

        Wir hätten uns alle gewünscht, dass wir dieses Wochenende ein tolles Event in Dresden haben.

        Best regards / Beste Grüße,

        ANNA-MARIA
        Intern Athlete Services DACH Region“

        1. Michi

          Was sagt ihr dazu Könnte für manchen interessant sein zum Schadenersatz:Rechtslage: Rückerstattung und Schadensersatz
          Bei einer Absage der Veranstaltung – auch wenn diese behördlich angeordnet wird – ist der Veranstalter verpflichtet, den Teilnehmern die Kartenpreise zu erstatten. Durch eine Absage entsteht regelmäßig die sog. Unmöglichkeit der Leistung nach § 275 BGB. Hierdurch wird der Teilnehmer von seiner Pflicht zur Zahlung befreit, da er keine Gegenleistung erhält. Mit der Absage entsteht ein verschuldensunabhängiger Anspruch auf Rücktritt und Rückzahlung des Kartenpreises wegen Unmöglichkeit, §§ 346 Abs. 1 2. Alt., § 326 Abs. 5, § 275 BGB.
          Ein Anspruch auf Schadensersatz kann neben dem Anspruch auf Rückerstattung des Kaufpreises entstehen und ist mit diesem im vorliegenden Fall nicht zu verwechseln.
          Erbringt ein Vertragspartner seine Vertragspflichten nicht, wird sein Verschulden vermutet, § 275 Abs. 4 i.V.m. § 280 BGB. D.h. der Veranstalter muss darlegen, dass er den Ausfall nicht verschuldet hat. Andernfalls drohen Schadenersatzansprüche wie Ansprüche auf Ersatz vergeblicher Aufwendungen, §§ 275 Abs. 4, 284 BGB.

          Und wenn der Waiver auch noch Konsumentenfeindlich ist in euren
          AGBs ist es ein gefundenes fressen für die Verbraucherzentrale. Besser wäre ihr würdet nicht so mit dem Waiver kommen sondern ein geiles Angebot für alle Starter machen und damit meine ich nicht nur einen Switch sondern wirklich was krasses

          1. Michael Schellenberger

            ..wäre interessant zu sehen, wie sich die Verbraucherzentrale mit einem US-Unternehmen (oder hat sich das evtl. schon wieder geändert *lol*) in die Haare kriegt. By the way, Recht haben & Recht bekommen sind nach wie vor zwei völlig verschiedene Paar Schuhe. Gefühlt wird es IM darauf ankommen lassen, auch wenn sie damit einige (vielleicht sogar hunderte) Athleten nachhaltig verärgern sollte, solange der Run’s auf Veranstaltungen mit dem M-Dot anhalten, werden die eher sagen, shit happens – nach uns die Sintflut..

  4. H.Classen

    Die Entscheidung ist mehr als dürftig.Warum gibt es nicht das Startgeld zurück, und eine Bonus für dass nächste Rennen bei dem ich mich anmelde? Ersatztermin gut und schön aber der sportiche Fokus lag auf diesen Termin. Was ich mich noch Frage: Wie kann der Landesverband eine Genehmigung erteilen obwohl noch keine gesicherte Radstrecke vorgelegt wurde? Oder solle diese noch erteilt werden? Es gäb noch mehr Fragen an Verband und Behörden.

    1. Mich Lorenz

      Das nächste Mal einf nicht bei IM anmelden, das beste für den Sport und den Athleten

      1. Peter Franke

        Oder im Ausland anmelden, da hatte ich solche Probleme noch nie

  5. Kurt Denk

    Ich bin immer wieder überrascht über die „Kundenfreundlichkeit“ und „Professionalität“ der aktuell Verantwortlichen. Anything is possible…😉

    1. Sportjockel

      Der Kurt Denk?

  6. Andreas

    Ich halte das Statement von O.S. für kompletten B..shit!! Ein absolut grottenschlechter Job, sowohl in der Kommunikation als auch in der Planung. Uns einen Athletenguide zu schicken um 24 Std. später das Event zu canceln…..wahrscheinlich hatte das rein rechtliche Gründe, damit IM aus dem Schneider ist was “Regressansprüche” betrift. Das es sicherlich nicht einfach ist, in der heutigen Zeit ein solches Event zu planen, verstehe ich. ABER es zeichnet sich doch schon sehr früh ab, ob die “Stimmung” in den Behörden etc. pro oder con ist. Und sie war wahrscheinlich immer eher con als pro. Vor allem in den lokalen Gemeinden. Ist ja OK…aber dann sag das Event halt frühzeitig ab und zahle das Geld zurück!

  7. Michael

    Ich weiß warum ich niemals bei einem IM Rennen starte. Völlig überzogene Startgelder, in denen man schon gezwungen ist ein Rucksack und T-Shirt mitzukaufen. An Arroganz nicht zu übertreffen. Rein auf Profit ausgelegt. Scheinbar auch noch nicht einmal einen fairen und ehrlichen Kommunikationsstil. Aber die dort immer gestartet sind und brav jedes abartige Startgeld bezahlt haben, haben den Konzern groß gemacht. Hättet ihr lieber Mal die Vereine und Kleinen Veranstaltungen unterstützt.
    Und immer brav das Kleingedruckte lesen und verstehen. IM muss keinem einzigen die Hotel und Flugkosten bezahlen, nicht einmal das Geld erstatten. Viel Spaß beim Ersatzrennen 🤣🤣🤣🤣🤣

    1. H.R.

      So sieht’s aus, überall sterben die kleinen Wettkämpfe, weil alles zu IM rennt und Geldbeutel ablädt.

      1. Jan

        sehe ich etwas anders, die kleinen Rennen sterben weil die ehrenamtlichen Helfer fehlen, möchte man den Wettkampf mit bezahlten Helfern und hauptamtlichen Organisatoren veranstallten wird es teuer.
        Und ja bei IM bleibt genug Kohle hängen.
        Und ja auch ich finde das gebaren von IM-Germany mittlerweile mehr als Grenzwertig, die kriegen in Deutschland einfach keinen 70.3, bis auf eine Ausnahme, dauerhaft ans laufen,

  8. Thorsten

    es wird gemeckert, geflucht, geschimpft und sie werden alle weiter brav die Geldmaschine unterstützen… das ist die IM Kundschaft….

  9. H.R.

    Regt Euch nicht so auf, in den letzten Jahren wurden auch andere Ironman Wettkämpfe kurzfristig abgesagt oder mehrfach verschoben.
    Es gab/gibt kein Geld zurück, lediglich Verschiebungen.
    Ich habe auch schon Ironman Wettkämpfe erlebt, wo Hunderte trotz Bezahlung einfach nicht erschienen sind. Dann muss man den Veranstalter auch nicht Gelddruckmaschine nennen. Ihr glaubt doch nicht im Ernst, dass Startgelder von 300-600€ auch nur annähernd gerechtfertigt sind. Trotzdem rennt alles hin.

    1. Christiane

      man muss schon etwas schräg im Kopf sein und solche Startgelder bezahlen… Mein Mitleid hält sich somit in Grenzen. Zumal IM doch alles klar regelt, wenn so etwas passiert. Einfach lesen, bevor man zustimmt. Ich habe eher das Gefühl das sich manche über ihre eigene Dämlichkeit ärgern :).

      1. Jürgen

        Jetzt hört mal alle auf zu schimpfen. Die haben von IM komplett versagt. Für mich wäre es die erste Mitteldistanz gewesen und habe echt dafür trainiert. Werde nächste Jahr 60 und hab wirklich allen Grund mich aufzuregen. Wie sollten die jetzt mal machen lassen und abwarten was IM für eine Lösung hat. Mit den Jahren habe ich gelernt erst etwas zu regeln wenn die Fakten klar sind. Nichts desto trotz ist es auch ein Mega Event was IM sonsst auf die Beine stellt. ( wurde mir von Freunden gesagt ) ich hätte zum ersten Mal beim IRONMAN teilgenommen. Einfach mal dabei sein. Kohle egal.

      2. Freddy

        Selbst fahre ich nur Radrennen, aber kenne einige Triathleten. Wenn ich diese Aussagen von Ironman hier lese, kriege ich aber zu viel.
        Ich arbeite selbst im Projektmanagement und bei Großprojekten mit genauen Stichtagen gibt es immer klar definiere Zeitpunkte an denen entschieden wird, ob der Termin gehalten werden kann und die erzählen, dass sie ein paar Tage vorher noch über die Radstrecke diskutieren. Wie bitte? Das ist absolutes Versagen der Organisation und da ist auch egal an wem es in letzter Sekunde gescheitert ist. Wenn 4 Wochen vor so einem Event der wichtigste Streckenabschnitt nicht final geklärt ist, dann muss dies mindestens kommuniziert werden.

        Wenn ich mir sowas auf der Arbeit erlauben würde, würde ich so schnell kein Projekt mehr leiten, berechtigterweise.

        Musste ich einfach mal los werden bei doch einigen Leuten, die es schön reden wollen. Am Ende kann ein Veranstalter auch keine Wunder bewirken, aber dann muss man es rechtzeitig min. 2-4 Wochen vorher kommunizieren, insbesondere wenn einige Athleten aus fernen Ländern anreisen…

    2. Bernd

      Also ich habe mit IRONMAN gute Erfahrungen gemacht. Habe mich im Jahr 2019 für den IRONMAN Hamburg 2020 angemeldet. Aufgrund der politischen Maßnahmen wurde dieser zweimal im Jahr 2020 abgesagt, habe den Termin für 2021 verschoben, im Juni 2021 wieder politisch abgesagt, 4. Termin im August 2021. Zu diesem Termin wurden nur Geimpfte politisch zugelassen. Optionen von IRONMAN Verschiebung für alle Wettkämpfe bis 2024. Nach 4 intensiven Vorbereitungen hatte ich erstmal die Schnauze voll von Langdistanz. Dieses IRONMAN mitgeteilt, komplettes Startgeld zurückerhalten. Hotel konnte jeweils immer kostenlos storniert werden.

      1. Jan

        Ich finde auch den Bericht von trimag selbst sehr fragwürdig. Es wird einseitig die Sicht von IM dargestellt ohne sich die Mühe gemacht zu haben, vielleicht auch die zweite Seite anzuhören. Möglicherweise wären interessante Erkenntnisse zu Tage getreten. Von Hintergründen lese ich nichts. Qualitätsjournalismus des Triathlon-Leitmediums sieht m.M. nach anders aus. Und ich gebe meinen Vorkommentatoren recht: die gesamte Kommunikation von IM ist darauf ausgerichtet, Fragen nach eigenen Fehlern nicht aufkommen zu lassen. Mögliche Schadensersatzansprüche lassen grüßen! Auch in Pandemiezeiten hat IM erst nach Klagedrohung eingelenkt. Also liebes trimag-Team: eine etwas gründlichere und umfassendere Recherche hätte ich mir schon gewünscht, bevor ausschließlich die Kommunikationsabteilung von IM befragt wird. Ich hoffe nicht, dass die vielen Vorteile des Teams bei IM kritischen Journalismus mundtot machen. Aber vielleicht kommt ja noch etwas.

        1. Fried

          Tri-mag ist doch von IM abhängig. Wenn die nicht über deren große Rennen berichten dürfen, können die dicht machen.

          Ich habe ein ambivalentes Verhältnis zu IM. Große Marke mit vielen Rennen. Nach meiner Erfahrung aber sauteuer, seelenlos, mittelmäßig organisiert und kein erkennbares Interesse am Sport.

          1. Mich el

            Dito.

          2. Peter Franke

            @ fried, Erster Absatz 100% Zustimmung.
            Den 2ten Absatz möchte ich wiedersprechen, wie schon an andere Stelle geschrieben, Im Ausland ist meine Erfahrung mit IM als Ausrichter bisher positiv.
            Teuer ? Man hat halt einen Staff der bezahlt werden will. Und die Challenge-Familie steht in den Preisen dem nicht nach.

          3. ein anderer Peter

            Bei Challenge stimmt aber die gebotene Qualität. Kommunikation ist auch um Welten besser, weil transparenter. Und die faire Behandlung von Ausrichtern, Partnern usw. rechtfertigt den guten Ruf, anders als bei IM, wo man schon mal von “Knebelverträgen” hört. IM muss zudem aufpassen, nicht die Profis zu verlieren. Mehr Preisgeld gibts woanders. Aus Image- und Sponsorengründen bliebe dann nur noch Hawaii relevant. Aber der Rest? Die Zahl attraktiver Rennformate steigt gerade, da muß IM sich bewegen. Ob die das wollen und können? Innovative Impulse kommen gerade von anderen, bei IM höchstens more of the same, wenn nicht gar Rückschritte, siehe Frauenrennen auf Hawaii. Alles in allem nicht gut!

          4. Peter Franke

            Ja ich denke auch das von Seiten der PTO, die ja IM kaufen wollte, noch einiges, hoffentlich gutes, kommen wird.
            Zu meiner Schande muß ich gestehen, das ich noch kein Rennen der Challenge ausbrobiert habe, Almere steht für nächstes Jahr auf der Liste.

  10. Oliver Schmitz

    Ich kann den Unmut aller Betroffenen sehr gut verstehen. Mir ist es 2019 ähnlich ergangen als der Cologne Tri abgesagt worden ist, ebenfalls aus mangelnder Planung. 250 Euro wahren damals weg. Keine Chance auf Schadensersatz, da das Unternehmen pleite ging.
    Auf der anderen Seite würde mich einmal interessieren wie es bei der Stadt Dresden soweit kommen konnte. Wer hat da was geplant bzw. entschieden? Bisher habe ich noch nichts von dieser Seite gehört oder gelesen.
    Man kann natürlich über IM schimpfen wie man will, jedem muss aber klar sein, dass es ein gewinnorientiertes Unternehmen ist. So wie viele viele andere auch. Und wenn ich meine Unterschrift leiste und mich angemeldet habe, gehe ich einen Vertrag ein und akzeptiere die Bedingungen des Unternehmens. Und da kann ich so viel mit BGB kommen wie ich will, IM hat mit Sicherheit einen Rechtsstand in Übersee. Wird schwierig mit Schadensersatz.
    Wie auch immer, es ist für die Betroffenen super traurig! Vielleicht das nächste Mal auf andere Rennen setzen welche schon öfter gelaufen sind.

  11. Andreas

    Ich habe lange überlegt, ob ich an einem IM teilnehme, schließlich ist Hawaii das Highlight. Man kann sich nur über den IM dafür qualifizieren, ich habe mich aber dann dagegen entschieden. Mir gefällt die Ausrichtung nicht – Kommerz bis zum Abwinken, sehr teuer, da gibt es mit Roth super Alternativen. Dass die EM auch gesplisst wurde Damen/Männer extra finde ich auch daneben. Hamburg ist meine Heimatstadt- trotzdem boykottiere ich meine Teilnehme am HH IM. Ich unterstütze den IM nicht.
    Grüße Andreas

  12. Andreas D

    @Red Team Tri-Mag: ich denken ihr wisst das selber: das war bisher alles andere als eine kritische Berichterstattung so wie man/frau es von einem guten, neutralen professionellem Journalismus erwarten könnte und auch darf. Bin gespannt ob da noch etwas kommt. Ich habe am WE Bilder vom “Pool” gesehen…never ever hätten wir darin schwimmen können!! Alleine das wäre es mal Wert gewesen, nachzuhaken…..Aber neutral seit ihr wahrscheinlich durch die Abhängigkeit von IM nicht (mehr)….sehr schade!!

    1. Jakob

      Sehe ich genauso, ich war erschrocken von der Berichterstattung. Mir kommt es schon lange so vor, als sei der Fokus auf Produktplatzierung gelegt. Sei es durch „Equipment“ Tests die sich eh keiner leisten kann oder eben Ironman (was auch ein Produkt ist).

    2. Ben

      Die Bilder die dort rumgingen waren schlichtweg vom falschen Gewässer. Es war ein “Teich” östlich des Hafens, nicht der Hafen selbst.

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