Montag, 20. Mai 2024

Ironman 70.3 Kraichgau: Formcheck mit Fragezeichen im Land der 1.000 Hügel

Beim Ironman 70.3 Kraichgau sind am kommenden Sonntag die Rollen der Topfavoriten zwar recht klar verteilt. Dennoch gibt es bei den Akteuren einige Ungewissheiten, die für ein spannendes Rennen sorgen dürften.

ingo kutsche Laura Philipp geht im Kraichgau als Vorjahressiegerin an den Start. (Archivbild)

Am kommenden Sonntag, 21. Mai 2023, findet mit dem Ironman 70.3 Kraichgau das erste große Event des Rennveranstalters auf deutschem Boden statt. Neben der beliebten Mitteldistanz finden zudem eine 5150-Distanz (olympische Distanz) am Sonntagnachmittag sowie bereits am Samstag der Saisonstart der 1. Triathlon-Bundesliga statt.

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Hügelige Strecken für starke Rad- und Laufbeine

Die Bezeichnung „Land der 1.000 Hügel“ wird für den Kraichgau, eine Region zwischen Odenwald und Schwarzwald in Baden-Württemberg, nicht umsonst immer wieder bemüht. Nach einer großen Schwimmrunde über 1,9 Kilometer im Hardtsee, sind auf der 90 Kilometer langen Radstrecke 860 recht gleichmäßig verteilte Höhenmeter zu überwinden. Abgesehen von einer größeren und einer kleineren Schleife verläuft der Kurs auf Hin- und Rückweg parallel zueinander, sodass die Athletinnen und Athleten sich gegenseitig sehen können. Während auf dem Rad nur eine Runde zu absolvieren ist, müssen beim abschließenden Halbmarathon drei Runden durch die Orte Bad Schönborn und Bad Langenbrücken gelaufen werden. Die Strecke wird mit insgesamt 120 Höhenmetern vom Veranstalter als wellig eingeordnet.

Philipp gegen Bleymehl?

Bei den Frauen könnte es auf eine Neuauflage des Duells zwischen Laura Philipp und Daniela Bleymehl hinauslaufen. Im vergangenen Jahr konnte Philipp dieses zwar für sich entscheiden, doch vor dem kommenden Wochenende steht über beiden Athletinnen ein kleines Fragezeichen. Laura Philipp hatte nach ihrem Sieg beim Ironman Südafrika immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und musste zuletzt ihren Start bei den PTO European Open absagen. Genau dort beendete Daniela Bleymehl aufgrund von Wadenproblemen das Rennen vorzeitig. Ob die Darmstädterin beim Ironman 70.3 Kraichgau teilnehmen wird, scheint derzeit noch offen und wird davon abhängen, ob die Orthopädie mitspielt. Während die Britin Lucy Charles-Barclay ihren Start wegen einer nicht genehmigten Einreise zurückziehen musste, kommt aus internationaler Sicht die stärkste Konkurrenz in Person von Ellie Salthouse aus Australien. Auch Nikki Bartlett (GBR), die zuletzt den Ironman 70.3 Marbella gewann, könnte um eine Podiumsplatzierung mitmischen. Viele weitere Athletinnen auf der Profistartliste kommen aus Deutschland. Spannend wird hier besonders der Auftritt von Anne Reischmann, die sich bei den European Open mit dem schnellsten Radsplit des Tages präsentierte. Für sie wird es darauf ankommen, den Rückstand beim Schwimmen möglichst gering zu halten, um ihre Stärken in der zweiten und dritten Disziplin voll ausspielen zu können.

Lange als Topfavorit

Bei den Männern zeigt sich im Favoritenkreis ein ähnliches Bild mit einigen Ungewissheiten. Patrick Lange blieb bei seinem Saisoneinstieg auf Gran Canaria mit Platz fünf unter seinen Möglichkeiten und sagte die PTO European Open wegen einer Nasennebenhöhlenentzündung ab. Diese sei nun auskuriert und er freue sich auf ein Rennen vor heimischem Publikum, ließ der zweifache Ironman-Weltmeister per Pressemitteilung verlauten. Langes vorübergehender Trainingspartner Jan Stratmann wird versuchen, ihm das Leben so schwer wie möglich zu machen. Stratmann zeigte auf Gran Canaria bereits, wie gut die Form insbesondere in der zweiten Disziplin bereits ist, musste danach jedoch aufgrund eines leichten Muskelfaserrisses vorzeitig aussteigen. Nun wird sich zeigen, welche Auswirkungen der daraus resultierende Trainingsrückstand hat. Auch Maurice Clavel sowie der Schweizer Andrea Salvisberg könnten ein Wort um die vorderen Platzierungen mitreden, beide Athleten haben sich jedoch noch nicht abschließend für oder gegen ihren Start geäußert.

Das Rennen wird nicht live übertragen.

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Anna Bruder
Anna Bruder
Anna Bruder wurde bei triathlon zur Redakteurin ausgebildet. Die Frankfurterin zog nach dem Studium der Sportwissenschaft für das Volontariat nach Hamburg und fühlt sich dort sehr wohl. Nach vielen Jahren im Laufsport ist sie seit 2019 im Triathlon angekommen und hat 2023 beim Ironman Frankfurt ihre erste Langdistanz absolviert. Es war definitiv nicht die letzte.

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