Freitag, 23. Januar 2026

Kristian Blummenfelt wollte – Emilie Morier macht’s: Triathletin bei der Tour de France am Start

Ein seltenes Bild im Profiradsport: Eine Weltmeisterin aus dem Triathlon wagt den Sprung in die World-Tour.

Getty Images for IRONMAN Emilie Morier wurde in diesem Jahr beim Ironman 70.3 Jesolo Dritte. Über ihren Start bei der Tour de France Femmes dürfte sie sich mindestens genau so freuen.

Jahrelang galt die Tour de France für Emilie Morier als eine ferne Bühne – nur am Bildschirm erlebbar. Jetzt wird sie selbst Teil dieses Spektakels: Die französische Triathletin startet morgen bei der Tour de France Femmes mit dem Team St. Michel-Auber 93. „Ich kann es noch gar nicht glauben“, schreibt die 28-Jährige bei Instagram. „Heute packe ich meine Taschen für meine allererste Tour de France Femmes.“

- Anzeige -

In der Triathlonwelt machte sich Morier früh einen Namen: 2014 gewann sie mit der französischen Mixed-Staffel Gold bei den Olympischen Jugendspielen. 2019 wurde sie U23-Weltmeisterin auf der Kurzdistanz und holte gemeinsam mit Vincent Luis, Cassandre Beaugrand und Léo Bergère den Weltmeistertitel in der Staffel. 2021 nahm sie an den Olympischen Spielen in Tokio teil und in diesem Jahr stand sie bereits bei zwei Ironman-70.3-Rennen auf dem Podium.

Seit 2021 fährt sie außerdem regelmäßig Radrennen, 2023 schloss sie sich dem französischen UCI-Continental-Team Auber 93 an. Und nun steht das größte Etappenrennen des Frauenradsports an: neun Etappen, mehr als 1.000 Kilometer, mit anspruchsvollen Anstiegen wie dem Col de la Madeleine – eine Bühne, die Morier als „vielleicht schönstes Abenteuer überhaupt“ beschreibt.

Einen Schritt weiter als Blummenfelt

Der Zeitpunkt ihrer Teilnahme könnte symbolträchtiger kaum sein. Denn ausgerechnet der erfolgreichste Triathlet der vergangenen Jahre, Kristian Blummenfelt, hatte selbst einen Start bei der Tour de France als langfristiges Ziel formuliert. Noch im Frühjahr 2024 hieß es, die Weichen seien auf einen Wechsel in den Profiradsport gestellt.

Nach dem enttäuschenden zwölften Platz bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 folgte jedoch der Strategiewechsel: Blummenfelt würde seine Triathlonkarriere fortsetzen und plant stattdessen den Angriff auf Olympia-Gold 2028 in Los Angeles.

Fehler gefunden oder Feedback zu diesem Artikel? Bitte teile uns hier mit, was du loswerden möchtest oder was wir verbessern können!
Feedback unter Artikel

Tauche ein in die spannende Welt von triathlon+ und erfahre mehr Hintergründe, mehr Service und mehr Triathlonerlebnis – digital hier und auf Wunsch ohne Aufpreis monatlich in deinem Briefkasten.

Monatsabo

9,95 -
Jetzt mitmachen bei triathlon+
  • Zeitschrift inklusive!
  • volle Flexibilität
  • € 9,95 pro Monat
  • monatlich kündbar
Empfehlung!

Jahresabo

94,95 -
Größte Ersparnis bei triathlon+
  • Zeitschrift inklusive!
  • Mindestlaufzeit 12 Monate
  • danach monatlich € 9,95
  • nach 1 Jahr monatlich kündbar
- Anzeige -
Jan Luca Grüneberg
Jan Luca Grüneberg
Nach dem Studium der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln ist Jan Luca Grüneberg seit 2022 bei spomedis und wurde dort zum Redakteur ausgebildet. Wenn er gerade mal nicht trainiert, hört oder produziert er wahrscheinlich Musik.

Verwandte Artikel

Rückschläge, Comebacks, Emotionen: 5 Takeaways von einer WM, die alles hatte

Von Lucy Charles-Barclays Wiederauferstehung bis zu Kristian Blummenfelts bitterem Finish – die Ironman-70.3-WM 2025 erzählte Triathlon-Geschichten, die bleiben. Und mittendrin: Tanja Neubert, die zeigt, wie schnell der Sprung von der Kurz- auf die Mitteldistanz gelingen kann.

Zahltag in der Ironman Pro Series: Katrina Matthews und Kristian Blummenfelt kassieren 200.000 US-Dollar Bonus

Die zweite Saison der Ironman Pro Series ist Geschichte – und Katrina Matthews und Kristian Blummenfelt sind die großen Abräumer. Nach der Ironman-70.3-WM in Marbella steht außerdem fest: Vier deutsche Triathletinnen und Triathleten erreichten die Top Ten.

ePaper | Abo

Unser Newsletter

Newsletter triathlon

Aktuelle Beiträge