Wie fühlt es sich an, langsam zu erblinden und immer weniger Sehkraft zu haben? Und wie ist es, mit dieser Einschränkung auch noch Triathlon zu machen? Wir machen den Selbstversuch.
Nils Flieshardt / spomedis An der kurzen Leine: Anna Bruder führt Lars Wichert durch den Hamburger Stadtpark.
Paratriathletin Anja Renner ermutigt mich, es auszutesten. Im Vorhinein hat sie mir Tipps gegeben, wie der Selbstversuch aussehen könnte. „Wenn der Guide an deiner Seite ist, kann im Normalfall nicht viel passieren“, sagt sie. Das Paar aus Athletin und Guide muss eigentlich aus der gleichen Nation stammen und das gleiche Geschlecht haben. Letzteres umgehen meine Kollegin Anna Bruder und ich für den Test einfach. Beim Schwimmen ist ein dehnbares Band vorgeschrieben, über das der Guide und die Athletin verbunden sind. Maximal 80 Zentimeter lang darf es sein und auf 1,5 Meter dehnbar. Wo am Körper es befestigt wird, ist egal. Die Radstrecke wird auf einem Tandem bewältigt. Auf die Frage, ob die Wechsel genauso absolviert werden, wie man es von den olympischen Athleten kennt, gibt es von Anja Renner nur ein leichtes Schmunzeln. Ich schaue mir auf dem Smartphone ein Video eines britischen Paratriathleten an – und bin erstaunt: Der Wechsel würde selbst unter nicht beeinträchtigten Athleten seinesgleichen suchen. Beim abschließenden Lauf sind der Guide und die Athletin wieder verbunden. Nun darf entweder eine Hand-zu-Hand-Verbindung gewählt werden, bei der sich die Handflächen berühren, oder ein Bauchgurt. Im Gegensatz zum Schwimmen darf das Band nicht dehnbar sein und nur eine maximale Länge von 50 Zentimetern besitzen.
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Der Selbstversuch
Nils Flieshardt / spomedis Durchblick? Fehlanzeige, die Brille ist mit Klebeband bedeckt, sodass nur ein minimaler Spalt zur Sicht übrig bleibt.
Mein Guide Anna und ich fahren zum Hamburger Stadtpark, um die Klasse PTVI am eigenen Leib zu erleben. Die Schwimmbrille wird so präpariert, dass ich nur einen winzigen Punkt habe, durch den ich sehen kann. Im Gegensatz zu Anja Renner muss ich meinen Kopf drehen, wenn ich seitlich schauen möchte, aber es kommt der Sache schon sehr nah. Wenn ich nach vorn sehe, nehme ich seitlich kaum etwas wahr. Ich
Mein Guide Anna und ich fahren zum Hamburger Stadtpark, um die Klasse PTVI am eigenen Leib zu erleben. Die Schwimmbrille wird so präpariert, dass ich nur einen winzigen Punkt habe, durch den ich sehen kann. Im Gegensatz zu Anja Renner muss ich meinen Kopf drehen, wenn ich seitlich schauen möchte, aber es kommt der Sache schon sehr nah. Wenn ich nach vorn sehe, nehme ich seitlich kaum etwas wahr. Ich
Mein Guide Anna und ich fahren zum Hamburger Stadtpark, um die Klasse PTVI am eigenen Leib zu erleben. Die Schwimmbrille wird so präpariert, dass ich nur einen winzigen Punkt habe, durch den ich sehen kann. Im Gegensatz zu Anja Renner muss ich meinen Kopf drehen, wenn ich seitlich schauen möchte, aber es kommt der Sache schon sehr nah. Wenn ich nach vorn sehe, nehme ich seitlich kaum etwas wahr. Ich
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Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.
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