Triathleten streben nach Perfektion – sei es im Wasser, auf dem Rad oder in den Laufschuhen. Doch gerade beim Radfahren stellt sich die Frage: Ist der perfekte Rundtritt ein Mythos oder die Grundlage für maximale Effizienz?
Frank Wechsel / spomedis Radprofi und Triathlet, Cameron Wurf gehört zu den schnellsten Radfahrern unter den Triathlonprofis.
Wenn es um das Radfahren im Triathlon geht, fällt oft ein Begriff, der wie ein heiliger Gral behandelt wird: der runde Tritt. Ein geschmeidiger, kreisrunder Pedaltritt soll die Effizienz steigern, die Kraft optimal übertragen und den Unterschied zwischen Mittelmäßigkeit und Spitzenleistung ausmachen. Doch ist der Rundtritt wirklich das Nonplusultra, oder handelt es sich um einen hartnäckigen Mythos, der in den Tiefen der Radsportgeschichte wurzelt? Ein genauer Blick auf die Wissenschaft und die Praxis schafft Klarheit.
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Was ist der Rundtritt eigentlich?
Der Rundtritt beschreibt einen Tritt, bei dem die Kraft über den gesamten 360-Grad-Bereich der Kurbelbewegung gleichmäßig ausgeübt wird. In der Theorie soll der Radsportler dabei nicht nur auf das Pedal drücken (wie es intuitiv geschieht), sondern aktiv ziehen, schieben und entlasten – quasi eine durchgehende „Zug-und-Drück-Symphonie“.
Was sagt die Wissenschaft?
Biomechanische Studien stellen den Rundtritt zunehmend infrage. So fanden Studien heraus, dass der menschliche Körper biomechanisch nicht darauf ausgelegt ist, über die gesamte Kurbelumdrehung gleichmäßig Druck und Zug zu erzeugen. Tatsächlich ist es kaum möglich, den gleichen Kraftaufwand sowohl beim Hochziehen des Pedals als auch beim Drücken aufzubringen, ohne die Effizienz zu mindern. Die Studie „Tritttechnik im Radsport“ untersucht den „runden Tritt“ im Radfahren, bei dem eine gleichmäßige Kraftverteilung über
Biomechanische Studien stellen den Rundtritt zunehmend infrage. So fanden Studien heraus, dass der menschliche Körper biomechanisch nicht darauf ausgelegt ist, über die gesamte Kurbelumdrehung gleichmäßig Druck und Zug zu erzeugen. Tatsächlich ist es kaum möglich, den gleichen Kraftaufwand sowohl beim Hochziehen des Pedals als auch beim Drücken aufzubringen, ohne die Effizienz zu mindern. Die Studie „Tritttechnik im Radsport“ untersucht den „runden Tritt“ im Radfahren, bei dem eine gleichmäßige Kraftverteilung über
Biomechanische Studien stellen den Rundtritt zunehmend infrage. So fanden Studien heraus, dass der menschliche Körper biomechanisch nicht darauf ausgelegt ist, über die gesamte Kurbelumdrehung gleichmäßig Druck und Zug zu erzeugen. Tatsächlich ist es kaum möglich, den gleichen Kraftaufwand sowohl beim Hochziehen des Pedals als auch beim Drücken aufzubringen, ohne die Effizienz zu mindern. Die Studie „Tritttechnik im Radsport“ untersucht den „runden Tritt“ im Radfahren, bei dem eine gleichmäßige Kraftverteilung über
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Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.
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