Orientierung an der Umgebung: So funktioniert ein Fahrtspiel

Das Wort „Fartlek“ dürfte wahrscheinlich fast jedem Triathleten schon einmal untergekommen sein. Doch was verbirgt sich hinter der Trainingsform und wie wird sie am besten angewendet?

Frank Wechsel / spomedis Ob kleine Anstiege oder ordentlich bergauf, mit welchem Tempo gelaufen wird, ist dann deine Entscheidung.

Die Bezeichnung der Trainingsform „Fartlek“ kommt aus dem Schwedischen und bedeutet frei übersetzt so viel wie „Spielen mit der Geschwindigkeit“. Es ist die lockere Form des Intervalltrainings. Hierbei wird die Laufgeschwindigkeit an das Gelände angepasst. Das Hauptaugenmerk soll auf dem Spiel mit dem Tempo liegen. Schnell, langsam oder ein kleiner Sprint – alles ist erlaubt. Du entscheidest, ob du eine Steigung schnell hochläufst oder ob sie dir zur Regeneration dient. Den Grad der Anstrengung und die Dauer der Belastungsabschnitte steuerst du nach deinem Empfinden. Wichtig dabei ist, dass das durchschnittliche Tempo der gesamten Einheit dem eines ruhigen bis mittleren Dauerlaufs entspricht. Auf jede Belastung folgt eine Entlastung, unter dem Strich muss das Verhältnis stimmen. Die Trainingsform Fartlek entspricht in etwa den Tempoläufen, jedoch ohne exakt vorgegebene Belastungsstrecken und Geschwindigkeiten. Beim Fartlek bist du komplett flexibel und kannst deine Abschnitte selbst wählen. Ob dein Intervall bis zur nächsten Laterne geht oder bis zur Hügelkuppe, ist dir überlassen.

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Lars Wichert
Lars Wichert
Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.

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