Am 8. September ist Welttag der Physiotherapie. Für Triathletinnen und Triathleten ist das ein guter Anlass, einmal nicht über Wattzahlen und Bestzeiten zu sprechen, sondern über das, was Training überhaupt erst dauerhaft möglich macht: einen belastbaren Körper. Zehn Punkte, warum Physiotherapie, Prävention und kluge Regeneration in keinem Triathlon-Leben fehlen sollten.

1. Vorbeugen ist besser als behandeln
Die moderne Sportmedizin hat die Prävention zur Hauptaufgabe gemacht – und das aus gutem Grund: „Sie müssen nicht erst etwas gegen Verletzungen unternehmen, wenn Sie schon darunter leiden.“ Aufwärmen, regelmäßiges Kraft- und Stabilisationstraining, Beweglichkeit und Koordination sind der beste Schutz. Die häufigste Ursache für Beschwerden bei Triathleten ist schlicht eine zu hohe Gesamtbelastung.
2. Es sind fast immer Überlastungsschäden – und meist beim Laufen
Akute Verletzungen sind im Triathlon selten; typisch ist der schleichende Überlastungsschaden. Das Laufen trifft es dabei am härtesten: Es ist die einzige Disziplin, in der bei jedem Schritt das volle Körpergewicht abgefangen wird – und es kommt zum Schluss, wenn Kraft, Koordination und Konzentration nachgelassen haben. Ab Laufumfängen über 80 Kilometer pro Woche nehmen Überlastungsprobleme spürbar zu.
3. Sehnen heilen quälend langsam – Geduld ist Therapie
Die Achillessehne ist die am stärksten belastete Sehne des Körpers und hält Zugkräften bis zu 900 Kilogramm stand. Doch sie ist schlecht durchblutet, weshalb Reparaturprozesse träge ablaufen: Ein vollständiger Zellaustausch dauert rund 500 Tage. Wer eine Sehnenreizung hat, braucht deshalb vor allem eines – Geduld statt Schmerzmittel und Weitermachen.
4. Die Schwimmerschulter ist eine Frage der Balance
Etwa jeder dritte Leistungsschwimmer klagt über Schulterbeschwerden. Der Grund ist eine muskuläre Dysbalance: Beim Kraulen werden die einwärtsdrehenden Muskeln rund 20 Prozent stärker als ihre Gegenspieler, die heranführenden Muskeln sogar bis zu 75 Prozent stärker als die abspreizenden. Gezieltes Ausgleichs- und Kräftigungstraining der Außenrotatoren – idealerweise vom Physiotherapeuten gezeigt – beugt vor, wo das reine Kilometersammeln schadet.


















