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Hot Corner, Mantarochen und der Spirit von Ohana: So nah fühlt sich Kona schon vor dem Rennen an

Sieben Mal an der Hot Corner vorbei, ein Strava-Segment mit Patrick-Lange-Bestzeit und Mantarochen, die einem beim Nachtschnorcheln fast die Nase streifen: In der neuen Folge des Podcasts Aloha Friday nehmen Frank Wechsel und Lars Wichert alle mit nach Big Island, die im Oktober beim Ironman Hawaii starten – oder einfach vom Mythos träumen.

Nils Flieshardt | spomedis Hawaii-Spirit: Die spezielle Atmosphäre ist auch morgens am Pier schon greifbar.

Jeden Freitag ist Aloha Friday: Auf dem Weg zur Ironman-WM in Kailua-Kona sprechen Frank Wechsel und Lars Wichert über alles, was das Rennen auf Big Island so besonders macht. Diesmal geht es um das hawaiianische Wort der Woche, eine besondere Stadtrundfahrt, tierische Begegnungen im Pazifik – und beim TEAM GERMANY KONA26 – powered by ROUVY um eine Altersklasse, in der eine deutsche Ultraman-Weltmeisterin startet.

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Ohana: mehr als Familie

Das hawaiianische Wort der Woche lautet dieses Mal Ohana – einst Rennmotto der Ironman-WM und für die beiden Podcaster das Wort, das wie kein zweites Bestand hat. Ohana heißt Familie, meint aber mehr als Blutsverwandtschaft: Nachbarn, Angeheiratete, eine ganze Dorfgemeinschaft. „Niemand wird zurückgelassen, niemand wird vergessen“, zitiert Frank die wohl bekannteste Definition. Für Lars ist genau dieses Gefühl der Kern der Rennwoche auf Big Island: eine große Familie, die gemeinsam ein Fest feiert. Athleten, Organisatoren, Einheimische und Supporter eingeschlossen.

Die „Stadtrundfahrt“: die ersten 11,5 Kilometer auf dem Rad

Nach den Episoden über den Rennmorgen und das Schwimmen widmen sich die beiden nun dem Auftakt der Radstrecke – von Frank liebevoll „Stadtrundfahrt“ getauft. Wer aus dem Wasser kommt, dreht zunächst eine Runde durch Kailua-Kona: die Palani Road hinauf, über den Kuakini Highway durchs Gewerbegebiet und wieder zurück. An der berühmten Hot Corner, der Kreuzung von Palani Road und Kuakini Highway, kommt man im Laufe des Rennens gleich sieben Mal vorbei.

Lars hat für diese Teilstück konkrete Ratschläge: vor dem Anstieg rechtzeitig einen leichten Gang wählen, mit Schwung hinauf – aber nicht überziehen. „An der Palani Road kann man nichts gewinnen“, so der Weltmeister sinngemäß. Man kann wohl aber viel verlieren, denn die Rampe hat ordentlich Prozente und wartet am Ende des Marathons noch einmal auf müde Beine. Für die gesamte Stadtrundfahrt sollten Agegrouper je nach Leistungsniveau etwa 17 bis 25 Minuten einplanen, ehe auf dem Queen K Highway „die Einsamkeit beginnt“: Von Kilometer 12 bis zum Wendepunkt in Hawi säumen kaum noch Zuschauer die Strecke.

Ein kurioses Detail für Datenfans: Das Teilstück existiert als Strava-Segment mit dem Namen „Ironman Kona Primo Prezzo“, knapp 11,5 Kilometer lang. Die Bestzeit hält Patrick Lange mit 16:48 Minuten – ein Schnitt von 41 km/h, gefahren auf dem Weg zu seinem dritten WM-Titel.

Nachts im Pazifik: Schnorcheln mit Mantarochen

Abseits des Rennens hat Big Island ein Naturerlebnis zu bieten, das Lars selbst ausprobiert hat: das nächtliche Schnorcheln mit Mantarochen. Die Geschichte dahinter ist kurios: Ein direkt an der Wasserkante gebautes Hotel südlich von Kona installierte einst eine Beleuchtung zur Zierde – im angestrahlten Wasser sammelte sich Plankton, und mit dem Plankton kamen die Mantarochen. Heute liegen Touristengruppen in Neopren an beleuchteten Schwimmnudel-Rechtecken im Pazifik, während die riesigen Tiere direkt unter ihnen Loopings drehen – so dicht, dass sie einem fast an der Nase vorbeigleiten. Lars‘ Fazit: beeindruckend, aber nichts für empfindliche Mägen. Denn eine Dreiviertelstunde regungsloses Treiben im Wellengang fordert ihren Tribut. Auch Jan Sibbersen, der Schwimm-Streckenrekordhalter von Hawaii, schwärmt: Etwas Schöneres habe er im Wasser noch nicht erlebt – und wenn es einer beurteilen kann, dann er.

Blick in die Altersklassen: starke Frauen in der F45

In jeder Episode schauen die beiden auf eine Altersklasse des TEAM GERMANY KONA26 – powered by ROUVY. Diesmal auf die F45–49, eine der größten Frauen-Altersklassen. Aus Deutschland sticht eine Athletin dabei heraus: Steffi Steinberg bringt bereits sechs Kona-Sterne mit. „Die hat uns beiden was voraus“, stellt Frank fest. Die Vielstarterin, die sich beim Ironman Western Australia mit Altersklassen-Platz zwei qualifizierte, gewann kurz vor einem früheren Hawaii-Start sogar ein Einzelzeitfahren – overall, vor allen Männern. Ihr größtes sportliches Highlight war der WM-Titel auf Hawaii, allerdings nicht beim Ironman, sondern beim Ultraman. Der geht über drei Tage: rund zehn Kilometer Schwimmen, zwei lange Radetappen einmal um die Insel und zum Abschluss ein Lauf über gut 100 Kilometer zurück nach Kona – in einem Stück. Ihre bisher beste Ironman-WM-Platzierung war ein 13. Platz. Vielleicht geht in diesem Jahr noch mehr.

Anmeldung offen: Hoala Swim und Kona Town Fun Run

Wer in der Rennwoche selbst aktiv werden will, kann sich ab sofort für zwei Events anmelden, die ausdrücklich auch für Supporter gedacht sind: das Ho’ala Training Swim und den Kona Town Fun Run, in diesem Jahr in umgekehrter Reihenfolge. Samstags wird gelaufen, sonntags geschwommen. Beim Hoala Swim geht es über die originalen 3,8 Kilometer der Ironman-Schwimmstrecke, gesichert mit Paddlern und Bojen. Frank und Lars sind beide bereits gemeldet. Beim Fun Run stand in der Vergangenheit schon Profi-Prominenz wie Lionel Sanders und Frederic Funk auf dem Podium. Einziger Wermutstropfen: Für die Teilnahme ist eine zusätzliche Tageslizenz nötig.

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Mehr Informationen

Werbung in dieser Folge

Presenter: ROUVY – Titelsponsor des TEAM GERMANY KONA26; die originale Kona-Strecke lässt sich vorab virtuell fahren, Infos unter rouvy.com.

Aloha Friday ist Teil von Carbon & Laktat, dem Podcast von tri-mag.de und der Zeitschrift triathlon – jetzt überall hören, wo es Podcasts gibt.

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Gernot Poerner
Athlet des Tages

Gernot Poerner

Triathlon Club Merseburg e.V.
Trainer: selbst
49 Jahre
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Redaktion triathlon
Redaktion triathlonhttps://tri-mag.de
Die Redaktion der Zeitschrift triathlon und von tri-mag.de sitzt in Deutschlands Triathlonhauptstadt Hamburg im Stadtteil Altona. Das rund zehnköpfige Journalistenteam liebt und lebt den Austausch, die täglichen Diskussionen und den Triathlonsport sowieso. So sind beispielsweise die mittäglichen Lauftreffs legendär. Kaum ein Strava-Segment zwischen Alster und Elbe, bei dem sich nicht der eine oder andere spomedis-Mitarbeiter in den Top Ten findet ...

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