NEU! triathlon-News Ausgabe vom 25. Oktober, 18:01 Uhr · 1:02 Min · Kurzfassung

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Michelle Vesterby gewinnt den Ironman auf Lanzarote

Tommy Zaferes Sieg auf Lanzarote: Nach ihrem zweiten Platz auf der Kanareninsel im Jahr 2018 konnte sich Michelle Vesterby nun nach ganz oben aufs Podium kämpfen. (Archivbild)

Sehr lange sah die Französin Manon Genet wie die klare Siegerin des Rennens auf Lanzarote aus, doch dann musste sie den Wettkampf kurz vor der Hälfte des Marathons abbrechen. Stattdessen gewann die Dänin Michelle Vesterby knapp vier Jahre nach ihrem letzten Langdistanz-Erfolg bei ihrem Heimrennen in Kopenhagen im August 2017 nun auf Lanzarote erneut ein Rennen über 226 Kilometer. Knapp hinter Vesterby finishten Laura Siddall und Justine Mathieux auf Rang zwei und drei. Siddall und Mathieux durften sich über einen Startplatz für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii freuen, da Vesterby bereits ihren Kona-Slot in der Tasche hatte.

Mit nicht einmal zehn Athletinnen, die um 7.05 Uhr Ortszeit auf das Startsignal am Playa Grande warteten, war das Starterfeld der Profifrauen deutlich kleiner als das der männlichen Kollegen. Nach der 3,8-Kilometer-Runde im Atlantik hatte die Dänen Michelle Vesterby als Erste wieder Boden unter ihren Füßen. Mit einer Zeit von 59:45 Minuten war die 37-Jährige die schnellste Schwimmerin des Tages. Ihrem Tempo folgen konnten lediglich Manon Genet (FRA) und ihre Landsfrau Justine Mathieux. Die beiden Britinnen Simone Mitchell und Laura Siddall hatten als Vierte und Fünfte in der ersten Wechselzone bereits einen Rückstand von zweieinhalb Minuten auf Vesterby.

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Manon Genet fährt ein dickes Zeitpolster heraus

Die Führung auf dem Rad übernahm direkt zu Beginn jedoch nicht die Dänin, sondern die französische Meisterin auf der Mitteldistanz, Manon Genet. Die 32-Jährige baute ihren Vorsprung mit jedem Kilometer weiter aus. Zur Hälfte der zweiten Disziplin betrug ihr Zeitpolster auf Vesterby bereits knapp 5:20 Minuten. Als Dritte folgte Genets Landsfrau Mathieux mit bereits mehr als neuneinhalb Minuten Rückstand. Vielleicht auch durch das sehr überschaubare Starterfeld führte jede der Athletinnen ihr eigenes Rennen auf der Kanareninsel. Auf Platz vier bei Kilometermarke 90 folgten die Britinnen Laura Siddall und Simone Mitchell mit elfeinhalb und mehr als 17 Minuten Rückstand. Die beiden deutschen Starterinnen Jenny Schulz und Margrit Elfers hatten ihr Rennen zu diesem Zeitpunkt des Wettkampfs bereits abgebrochen.

Die Führende muss das Rennen abbrechen

Bis zur zweiten Wechselzone baute Genet mit dem schnellsten Radsplit des Tages (5:27:34 Stunden) ihren Vorsprung auf Vesterby auf knapp acht Minuten aus. Auf Platz drei stieg Justine Mathieux mit 14:48 Rückstand vom Rad. Auf Rang vier folgte kurz dahinter Laura Siddall (+15:18 Minuten). Zu Beginn des Marathons baute Genet ihr Zeitpolster auf Vesterby weiter aus, sodass sie zwischenzeitlich mit knapp neuneinhalb Minuten führte. Dahinter festigte Laura Siddall den dritten Platz. Doch aus einem klaren Sieg der Französin wurde nichts. Kurz vor der Hälfte des Marathons brach Genet ein und verlor innerhalb weniger Kilometer den gesamten Vorsprung auf ihre Verfolgerinnen. Während sie bei Kilometermarke 19,5 noch mit einem Vorsprung von 25 Sekunden auf Vesterby die Zeitmessung passierte, tauchte Genet keine drei Kilometer später überhaupt nicht mehr in den Ergebnislisten auf und hat den Wettkampf bei der Hälfte des Marathons abgebrochen.

Michelle Vesterby übernahm nach dem Rennabbruch von Genet folgerichtig die Führung, die sie bis zum Ziel knapp vor der Britin Laura Siddall retten konnte, die sich in der Zwischenzeit an Justine Mathieux vorbeigekämpft hatte. Am Ende siegte Vesterby nach 9:55:04 Stunden nur äußerst knapp vor Laura Siddall (9:55:51 Stunden) und Justine Mathieux (9:57:16 Stunden). Da Vesterby bereits durch ihren dritten Platz beim Ironman Cozumel 2019 einen Kona-Slot bekommen hatte, gingen die zwei Hawaii-Tickets an Siddall und Mathieux. Mathieux sicherte sich somit bei ihrem Langdistanz-Debüt einen Platz bei der WM auf Big Island im Oktober.

Für Michelle Vesterby war der Sieg an diesem Samstag Anfang Juli 2021 der zweite Erfolg bei drei Starts auf der Kanareninsel. Erstmalig gewann sie das Rennen 2012, 2018 kam sie als Zweite hinter der Britin Lucy Gossage ins Ziel.

Ironman Lanzarote 2021 | Profi-Frauen

03. Juli 2021 | Puerto del Carmen, Lanzarote (Spanien)
PlatzNameLandGesamt3,8 km Swim180 km Bike42,2 km Run
1Michelle VesterbyDEN9:55:0459:455:35:273:13:12
2Laura SiddallGBR9:55:511:02:115:39:473:07:32
3Justine MathieuxFRA9:57:151:00:015:41:083:08:37
4Simone MitchellGBR10:12:421:02:025:52:513:12:02
5Maria GostevaRUS10:28:381:07:206:09:043:03:33
6Tessa KortekaasNED11:15:151:06:305:45:494:14:57

Da der Ironman-Tracker immer wieder fehlerhaft gewesen ist und einzelne Athleten zwischenzeitlich überhaupt nicht mehr angezeigt hat, kann der Rennbericht an der einen oder anderen Stelle Fehler oder falsche Platzierungen enthalten.

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Marvin Weber
Marvin Weberhttp://marvinweber.com/
Marvin Weber ist Multimedia-Redakteur bei triathlon: Neben Artikeln fürs Magazin und die Homepage ist der gebürtige Siegerländer auch immer auf der Suche nach den besten Motiven für die Foto- und Videokamera. Nach dem Umzug in die neue geliebte Wahlheimat Hamburg genießt er im Training vor allem die ausführlichen Ausfahrten am Deich.

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