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Deutsch-japanische Technik
Das Olympia-Rad von Jonas Schomburg

Jonas Schomburg möchte bei seiner Olympia-Premiere in Tokio in die Top Ten. Dafür setzt der schnelle Schwimmer auf ein Rad, das zum Kurs passt.

Jonas Schomburg ist in Tokio zum ersten Mal bei den Olympischen Spielen am Start. Sein Zeil: Endlich ein einstelliges Ergebnis bei einem internationalen Wettkampf der allerersten Liga. Wir haben uns das Rad des Hannoveraners, der sich in Frankreich auf diese Spiele vorbereitet hat, genauer angesehen.

Wagner Araujo Jonas Schomburg beim ersten Streckencheck von Tokio am Freitagmorgen.

Rahmen

Das Cube “Litening C:68X” ist der Aero-Renner im Programm des deutschen Herstellers. Cube bezeichnet das Litening C:68X als die ultimative Ausreißermaschine. Damit also das perfekte Rad für Jonas Schomburg, der als schneller Schwimmer einen Platz in der ersten Radgruppe anstreben wird. Von dort hätte er alle taktischen Möglichkeiten.

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Der groß gewachsene Athlet fährt das Cube in Rahmengröße 58. Man beachte den enormen Auszug der Aero-Sattelstütze und die sich daraus ergebene Überhöhung zum Lenker. Eine sehr aggressive Position. Selbstverständlich ist auf dem Rahmen vermerkt, wer mit dem Geschoss zur Attacke ansetzt.

Laufräder und Reifen

Bei den Laufrädern setzt Schomburg auf ein mittelhohes “Dicut”-Modell von DT Swiss. Für den verwinkelten Kurs von Tokio ist das perfekte Mix aus Aero-Eigenschaften und Agilität. Hier kommt es immer wieder darauf an, zwischen schnellen Geradeaus-Abschnitten schnell abzubremsen und zu beschleunigen.

Bestückt sind die Laufräder mit dem schnellen Allrounder “Grand Prix 5000” von Continental. Schomburg setzt auf die herkömmliche Clincher-Variante mit Schlauch.

Komponenten

Angetrieben wird Schomburgs Tokio-Bike mit einer Kombination aus deutscher und japanischer Technik. Die Gänge wechselt die aktuelle “Dura-Ace Di2” von Shimano.

Die Kurbel kommt vom Powermeter-Pionier SRM. Auf dem Kurs von Tokio wird der Blick auf die Konkurrenz aber viel wichtiger sein als der auf die Leistungsdaten.

Wie bei modernen Rennmaschinen mittlerweile üblich, wird auch das Cube per Scheibenbremsen verzögert. Eine gute Wahl, denn wer später bremst, ist länger schnell.

Sattel

Sitzgelegenheit aus dem Münsterland: Das abgestimmte Modell kommt aus dem Hause Gebiomized, das auch für den Ergonomieteil zahlreicher Sitzpositionen namhafter Profis verantwortlich ist.

Auflieger

Schomburg gehört zu den zahlreichen Athleten, die sich einen kurzen, geschlossenen Aero-Aufsatz besorgt haben, dessen Abmessungen sich im Rahmen des Erlaubten bewegen. Damit ist er bei Weitem nicht der einzige Athlet im Feld, der hier experimentiert und getestet hat. Schomburgs Custom-Modell stammt aus dem 3-D-Drucker einer französischen Schmiede.

Rennen in der Nacht zum Montag

Das Männerrennen von Tokio über 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen startet wegen der starken Hitzeerwartung schon am frühen Montagmorgen um 6:30 Uhr Ortszeit. Die ARD streamt die Entscheidung live ab 23:30 Uhr deutscher Zeit in der Nacht zum Montag.

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