NEU! triathlon-News Ausgabe vom 14. Oktober, 12:01 Uhr · 1:03 Min · Kurzfassung

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Orga-Team des Ostseeman und Rennleiter Reinhard Husen gehen getrennte Wege

„Der Ostseeman und wir, Timo Petersen, Martin Müller, Leon Schönknecht und Lena Bombe gehen zukünftig und mit sofortiger Wirkung getrennte Wege. Wir bedanken uns bei Reinhard Husen und den Athleten für die Zusammenarbeit und das geschenkte Vertrauen der letzten Jahre. Wir hoffen weiter, dass es trotz dieser schweren Zeit, auch in Zukunft ein Triathlonfest an der Ostsee geben kann und wünschen allen Beteiligten alles Gute.“ Mit dieser Meldung verabschiedete sich das Kernteam des Ostseeman am Sonntagabend mit einen Post auf der Facebookseite der Veranstaltung. Wenig später war diese Mitteilung jedoch bereits wieder gelöscht. Dass das Team nun nicht mehr mit Rennleiter Husen zusammenarbeiten wolle, liege vor allem daran, dass Entscheidungen rund um die Rückabwicklung des Ostseeman 2020 getroffen seien, die vorher anders abgesprochen worden seien und die das Team auf diese Art und Weise nicht mehr tragen könne, heißt es aus dem Organisationsteam auf Nachfrage von tri-mag.de. Man bedauere die eigene Entscheidung sehr, da die Veranstaltung schon wie ein Familienmitglied zum Leben des Teams dazugehört habe. Größter Streitpunkt sei in den vergangenen Wochen die Abwicklung des Rennens in diesem Jahr gewesen, die „mit fairen Angeboten oder einer Verschiebung des Startplatzes besser gelöst worden wäre“. Das Feedback der Athleten habe eindeutig gezeigt, dass es ein unfaires Angebot gewesen sei, heißt es weiter aus dem Team.

Viel Kritik nach erstem Kontakt mit den Athleten

Anfang Mai hatte der Ostseeman seinen gemeldeten Atheten per E-Mail mitgeteilt, dass es lediglich möglich sei, einen Bruchteil der gezahlten Anmeldegebühr zurückzuzahlen. Den Rechenbeispielen einiger Athleten zufolge hätten diese somit lediglich etwas mehr als 50 Euro der zuvor gezahlten 380 Euro für den Startplatz beim Langdistanz-Wettkampf zurückerhalten, was wiederum für große Kritik gesorgt hatte.

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Rennleiter Reinhard Husen sei vor allem von dem Post auf Facebook am Sonntagabend verärgert und enttäuscht gewesen. „Das ist ohne mein Wissen gemacht worden und man hat mich dabei einfach übergangen“, sagt Husen. Dies sei unanständig und zeige einen Mangel an Solidarität. „In guten Zeiten ist es einfach, miteinander klazukommen. Aber gerade wenn es schwieriger wird, erwartet man Rückendeckung in jeder Beziehung“, so Husen. Er habe sich mit dem Team rund um den zweiten Rennleiter Timo Petersen darauf geeinigt, dass man die Rückabwicklung noch gemeinsam durchziehen und anschließend die Zusammenarbeit mit einem gemeinsamen Post beenden wolle. Dass er in den vergangenen Wochen nicht fehlerfrei gehandelt habe, gesteht Husen ein: „Vor allem bei der Kommunikation mit den Athleten haben wir Fehler gemacht. Wir hätten auf eine andere Art und Weise auf sie zugehen müssen“, sagt Husen. Dennoch: „Die Fakten und Zahlen waren klar.“ Man habe mit der ersten Nachricht an die Athleten „gnadenlos dargestellt, was in Sachen Rückzahlung möglich ist“. Dass das nicht besonders gut angekommen war, sei für Husen nachvollziehbar gewesen und dafür habe er auch vollstes Verständnis.

Neue Rückzahlungsoption angeboten

Nach der großen Kritik habe er sich nun dazu entschieden, jedem Athleten die Option anzubieten, sich die Hälfte der Startgebühr zurückzahlen zu lassen. Die Differenz zur vorher bekanntgegebenen Lösung zahle er nun aus eigener Tasche. „Dafür habe ich nun privat mit erheblichen Mitteln investiert“, sagt Husen. In 1.000 persönlich adressierten Mails habe er diese neue Vorgehensweise kommuniziert und daraufhin auch sehr viel positives Feedback erhalten. Einige der Athleten hätten anschließend auch auf die Rückzahlung oder einen Teil des Geldes verzichtet, so Husen.

Wettkampf soll 2021 in seine 20. Auflage gehen

Nach den stürmischen Wochen rund um den Ostseeman ist nun eines sicher: Der Wettkampf soll am 1. August 2021, sofern es die Situation rund um das Coronavirus bis dahin ermöglicht, in seine 20. Auflage gehen. Die Anmeldung für das Rennen soll bereits in einigen Wochen wieder möglich sein. Für die Planung des Jubiläumsrennens kann Husen dabei jedoch nicht mehr auf die Unterstützung seines langjährigen Teams zählen. Dennoch sei Husen zuversichtlich, da er bereits Unterstützung von Hamburger Vereinen signalisiert bekommen habe und vielleicht auch der eine oder andere Helfer aus älteren Zeiten wieder mit anpacken werde.

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Marvin Weber
Marvin Weberhttp://marvinweber.com/
Marvin Weber ist Multimedia-Redakteur bei triathlon: Neben Artikeln fürs Magazin und die Homepage ist der gebürtige Siegerländer auch immer auf der Suche nach den besten Motiven für die Foto- und Videokamera. Nach dem Umzug in die neue geliebte Wahlheimat Hamburg genießt er im Training vor allem die ausführlichen Ausfahrten am Deich.

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