Testpool und Schulungsprogramm: PTO kündigt neue Anti-Doping-Maßnahmen an

Die Professional Triathletes Organisation (PTO) hat zusammen mit dem Weltverband World Triathlon neue Anti-Doping-Maßnahmen im Hinblick auf die T100-Tour verkündet. Teil davon sind unter anderem Dopingkontrollen während und außerhalb der Wettkämpfe.

dreamstime.com (Konstantinbolotin)

Vier wesentliche Maßnahmen, gültig ab dem 7. Mai 2024, sieht das Anti-Doping-Programm der PTO sowie von World Triathlon vor:

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  • Inkrafttreten eines globalen sogenannten Registered Testing Pools (RTP), zu dem Athletinnen und Athleten verschiedener Triathlondistanzen gehören sollen. Wer vertraglich an die T100 Triathlon World Tour gebunden ist und bislang noch nicht Teil des RTP war, wird in diesen aufgenommen.
  • Wenn Wildcard-Athleten innerhalb eines Kalenderjahres mindestens an drei T100-Rennen teilgenommen haben, werden auch sie unabhängig von ihrem Platz in der Weltrangliste in den RTP aufgenommen.
  • Die Koordinierung erfolgt im Auftrag von World Triathlon durch die International Testing Agency (ITA) mit allen nationalen Anti-Doping-Organisationen (NADO), alle Wettkampfkontrollen der T100 werden überwacht.
  • Alle PTO-Mitglieder sollen ein umfassendes Anti-Doping-Schulungsprogramm erfahren. Dieses wird vom Weltverband durchgeführt und enthält unter anderem die Erläuterung des RTP-Verfahrens sowie der sogenannten Whereabouts. Dabei müssen Athletinnen und Athleten gewisse Angaben zu ihrem aktuellen Aufenthaltsort machen, um der ITA wettkampfunabhängige Kontrollen zu ermöglichen.

„Der Prozess hat Zeit und sorgfältige Überlegungen erfordert“

„Seit der Bekanntgabe der Partnerschaft im August des vergangenen Jahres haben wir uns bei World Triathlon und PTO auf die Umsetzung umfassender und effektiver Strategien zur Wahrung der Integrität unseres Sports konzentriert“, wird World Triathlon Präsidentin Marisol Casado in einer Pressemitteilung zitiert. „Eine der wichtigsten Initiativen, die diesen Fortschritt vorantreiben, ist die Einrichtung eines einheitlichen, globalen Registered Testing Pools für alle Triathlon-Athleten, unabhängig von der Art des Rennens, an dem sie teilnehmen.“ Dieser Prozess habe zwar Zeit und sorgfältige Überlegungen erfordert, sei aber ein strategischer Schritt hin zu mehr Effizienz und Transparenz. Durch die Zentralisierung des RTP sollen Überschneidungen vermieden werden, wenn Athletinnen und Athleten häufig zwischen den verschiedenen Triathlondistanzen wechseln.

Sam Renouf, CEO der Professional Triathletes Organisation, verdeutlicht derweil die Überfälligkeit der neuen Maßnahmen. „Unsere Mitglieder hatten noch nie so viele Rennmöglichkeiten und Preisgelder wie jetzt, daher macht es für uns alle Sinn, in diesem Bereich mehr zu fordern, um die Integrität der Rennen, die wir veranstalten, und die Gültigkeit dessen, was unsere Fans sehen, zu gewährleisten.“

Gleiche Bedingungen für alle

Athletinnen und Athleten konnten bislang nicht selbst darüber entscheiden, ob sie Teil eines RTP sind oder nicht, wie David McNamee erklärt. Der Brite ist Vorstandsmitglied der PTO und selbst Vertragsathlet der T100. Athletinnen und Athleten ohne RTP-Zugehörigkeit würden bei Spekulationen über Anti-Doping immer unter besonderer Beobachtung stehen. „Daher ist es von entscheidender Bedeutung zu wissen, dass alles getan wird, um sicherzustellen, dass wir unter gleichen Bedingungen konkurrieren. Wir begrüßen daher die heutige Ankündigung und werden die Fortschritte mit Interesse verfolgen. Die Schaffung eines einzigen, weltweiten RTP, unabhängig von den Distanzen, die man zurücklegt, ist ein positiver Schritt nach vorn.“

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Anna Bruder
Anna Bruder
Anna Bruder wurde bei triathlon zur Redakteurin ausgebildet. Die Frankfurterin zog nach dem Studium der Sportwissenschaft für das Volontariat nach Hamburg und fühlt sich dort sehr wohl. Nach vielen Jahren im Laufsport ist sie seit 2019 im Triathlon angekommen und hat 2023 beim Ironman Frankfurt ihre erste Langdistanz absolviert. Es war definitiv nicht die letzte.

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