Mittwoch, 22. Mai 2024

Die Sigma iD.TRI im Praxistest

Bedienung und Design

Die iD.TRI liegt sehr angenehm am Handgelenk und ist auch durch das Silikonarmband ein unauffälliger Begleiter im Alltag. Auch das relativ geringe Gewicht der Uhr (42 Gramm) sorgt für den hohen Tragekomfort. Die Bedienung der Multisportuhr mittels der vier Knöpfe ist sehr intuitiv und nach wenigen Minuten des Ausprobierens bereits kein Problem mehr.

Ein großes Plus und eine tolle Funktion ist das Smart-Light an der Unterseite der Uhr. So zeigt die iD.TRI beim Intervall-Training mit dem grünen Licht an, dass man sich unter dem vorher definierten Maximalpuls befindet, ein rotes Licht signalisiert ein Überschreiten der Grenze. Außerdem kann mit der Funktion beispielsweise beim Schwimmtraining eine Zielzone eingestellt werden. Das grüne und rote Licht zeigen dann an, ob man sich immer noch in dieser befindet. Außerdem macht das Smart-Light, sobald man es in den Einstellungen aktiviert, auch auf eingehende Nachrichten auf dem Smartphone aufmerksam.

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Trainings- und Wettkampfmodus

Auf der Sigma iD.TRI sind die Sportprofile für die drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen sowie ein Profil für weitere Trainingseinheiten – wie beispielsweise dem Krafttraining – vorprogrammiert. Im Wettkampfmodus lassen sich neben den Zeiten für die einzelnen Disziplinen auch die Wechselzeiten stoppen. Außerdem ist es möglich, einen Ess- und Trinkalarm einzurichten, der den Athleten während des Rennens immer wieder an die Verpflegung erinnert – eine sinnvolle Funktion gerade für Einsteiger, die bei der Verpflegung vielleicht noch nicht so viel Erfahrung haben und mit dieser Funktion bei dem Thema „an die Hand genommen werden“. Neben der Trainings- und Wettkampfsteuerung bietet die erste Triathlon-Uhr aus dem Hause Sigma auch eine Workout-Funktion, mit der ein FTP-Test oder ein Intervall-Training absolviert werden kann.

Radhalterung und Navigation

Bei beiden Preisvarianten der Uhr, sowohl im Basispaket als auch im Komplettpaket, wird mit der iD.TRI auch eine Halterung fürs Fahrrad mitgeliefert. Die ist innerhalb weniger Minuten am Lenker montiert und sorgt für eine schnelle Befestigung der Uhr auf den Trainings- oder Wettkampfstrecken der zweiten Disziplin. Gerade wenn man die Track-Navigation der Uhr nutzt, ist die Haltung am Lenker des Rads von Vorteil. Die Navigation selbst funktioniert relativ zuverlässig. Schwierig wird es nur, wenn man den Track verlässt und die Uhr nicht selbstständig, wie beispielsweise ein Navigationsgerät, die Route anpasst. Das Übertragen der vorher geplanten oder ausgewählten Strecken funktioniert mit Hilfe des Dienstleisters „Komoot“ und ist innerhalb weniger Sekunden.

Messtechniken

Für das Sammeln der Daten sind in der iD.TRI mehrere Messtechniken verbaut. Neben des GPS-Sensors, einem 3-Achsen-Kompass, einem Beschleunigungssensor und barometrischer Höhenmessung verfügt die Uhr auch über eine PPG-Sensor für die Pulsmessung am Handgelenk. Diese hat in unseren Tests extrem gut funktioniert und im Vergleich zur Messung mit dem Brustgurt nur einen Unterschied von ein bis zwei Schlägen pro Minute bei der durchschnittlichen HF der Aktivität aufgewiesen.

Der wohl größte Schwachpunkt der Uhr ist das Thema GPS. Dort haben wir immer wieder stärkere Abweichungen festgestellt und somit gleichzeitig Verfälschungen der Pace verzeichnet. Außerdem hat es im Vergleich zu einer weiteren Triathlon-Uhr (Garmin Forerunner 935) deutlich länger gedauert, bis das Signal gefunden wurde. Manchmal benötigte es auch mehrere Anläufe, bis das GPS überhaupt gefunden wurde. Die Abweichung bei unseren Trainingsläufen betrug am Ende mehrere hundert Meter. Somit wurde auch eine um rund 30 Sekunden schnellere Pace angezeigt als die tatsächlich gelaufene. Die Daten aus den Trainingseinheiten können mittels Bluetooth und „Ant+“ einfach auf alle gängigen Trainingsplattformen und Apps übertragen werden.

Eine der Schwachstellen der Uhr: die teilweise ungenaue Messung des GPS sowie längere Wartezeiten, bis das Signal gefunden wurde.

Akku

Die Akkulaufzeit der iD.TRI zeigt dem Triathleten eine gewisse Grenze auf. Nach einigen intensiveren Trainingseinheiten lässt sich absehen, dass der Akku der Uhr eine Langdistanz jenseits der Zwölf-Stunden-Marke wohl nicht überstehen wird. Mitteldistanz-Wettkämpfe sollten jedoch kein Problem sein. Das wiederum unterstreicht auch die Zielgruppe des Unternehmens, die mit der iD.TRI vor allem Einsteiger und Fortgeschrittene ansprechen will.

Crash-Alert

Mit dieser Funktion wird ein vorher eingetragener Notfall-Kontakt per SMS benachrichtigt, sobald die Uhr eine außergewöhnliche und einem Unfall entsprechende Bewegung feststellt. Bei einem kleineren Sturz während des Radtrainings konnten/mussten wir uns bereits von der Funktion überzeugen. Nach dem Sturz vibrierte die Uhr und fragte uns, ob es uns gut geht. Wäre innerhalb der 30 Sekunden nicht das bestätigende „Ok“ mittels Knopfdruck gekommen, wäre die SMS an den Notfallkontakt herausgegangen. Außerdem zeigt die Uhr den Ersthelfern vor Ort wichtige Informationen an wie Blutgruppe oder wichtige Medikamente, die der Sportler benötigt. Die Crash-Alert-Funktion vermittelt einem somit auch bei Soloausfahrten ein sicheres Gefühl.

Sigma iD.TRI Set
Hersteller Das Komplett-Paket der Uhr gibt es für 249,95 Euro.

Fazit

Für einen im Vergleich zu Konkurrenzmodellen extrem niedrigen Preis ab rund 175 Euro gibt es die iD.TRI im Basispaket. Für rund 70 Euro mehr ist außerdem noch ein Pulsgurt und ein Trittfrequenzmesser dabei. Für diesen Preis ist die erste Triathlonuhr von Sigma mit dem großen Funktionsumfang – und auch trotz der einen oder anderen kleineren Schwachstelle – eine gute Wahl für Einsteiger und fortgeschrittene Dreikämpfer.

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3 Kommentare

  1. kann mich der Bewertung des Autors leider nicht anschließen. Dies klingt leider so wie die Werbung von Sigma.

    Ich habe die Uhr 4 Wochen bessen, mußte dann aber leider vom Kauf zurücktreten … da offensichtliche Mängel.

    Im Einzelnen treten folgende Fehler regelmäßig auf. Dadurch ist eine zielgerichtete Nutzung der Uhr nicht möglich.
    1) Synchronisierung:
    Die Synchronisierung der Uhr funktioniert nicht. Trotz aufspielen einer neuen Firmware werden gespeicherte Trainingsläufe nicht in die Link App überspielt. Diese Trainingsläufe sind dann einfach „verloren“. Von insgesamt 10 „Versuchen“ hat das synchronisieren 2x funktioniert, die restlichen sind gescheitert (verloren).
    2) Pairing der Uhr mit dem Smartphone:
    Wenn die Uhr den Kontakt mit dem Smartphone verliert (Entfernung zu groß) kann die Uhr meist keine neue Verbindung herstellen. Dann heisst es, Pairing in der Uhr löschen, BT-Verbindung im Handy löschen und anschließend neu verbinden. Dieser „Prozess“ dauert sehr lange und ist nicht zeitgemäß. Ich mußte dies fast täglich machen. Untragbar…..
    3) Wecker:
    Man stellt eine Uhrzeit ein und geht in Grundmodus zurück. Weckersymbol wird angezeigt, jedoch „klingelt (vibriert)“ der Wecker nicht. Geht man wieder in die Einstellungen eine andere Zeit drin. Unerklärlich, aber so ist es …
    4) Herzfrequenzmesser:
    Es ist nie sicher, was da grad gemessen ist. Es kommt keine Fehlermeldung. Ich nutze die Uhr auch in der Fahrradhalterung. Eine Herzfrequenz zeichnet die Uhr trotzdem auf. Anscheinend sind das die Erschütterungen des Lenkers. Dies kann eigentlich nicht sein. Somit kann ich auch am Arm nicht sicher sein, ob das wirklich die Herzfrequenz oder nur irgendwelche Bewegungen des Arms ist.

    Weiterhin ist mir aufgefallen, dass die Uhr im Grundmodus keine Sekundenanzeige hat. Dies ist sicher kein großes Problem aber unschön.

    Dies ist meine persönliche Erfahrung mit der Uhr.

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Redaktion triathlon
Redaktion triathlonhttps://tri-mag.de
Die Redaktion der Zeitschrift triathlon und von tri-mag.de sitzt in Deutschlands Triathlonhauptstadt Hamburg im Stadtteil Altona. Das rund zehnköpfige Journalistenteam liebt und lebt den Austausch, die täglichen Diskussionen und den Triathlonsport sowieso. So sind beispielsweise die mittäglichen Lauftreffs legendär. Kaum ein Strava-Segment zwischen Alster und Elbe, bei dem sich nicht der eine oder andere spomedis-Mitarbeiter in den Top Ten findet ...

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