Freitag, 12. Dezember 2025

„Das Ziel war eine Medaille – und das haben wir geschaft“

spomedis Als Jägerin ging Laura Lindemann im Mixed Relay auf die Laufstrecke. Sie gewann Silber mit ihrem Team Triathlon Potsdam.

Als Laura Lindemann für das Team Triathlon Potsdam bei der Deutschen Meisterschaft im Mixed Relay als Schlussathletin auf Rang zwei auf die Strecke ging, war sie Jägerin. Am Ende schaffte es die Olympia-Starterin nicht, Konkurrentin Lena Meißner vom EJOT Team TV Buschhütten einzuholen, brachte aber Rang zwei souverän ins Ziel. Mit tri-mag.de sprach die 25-Jährige, die am Sonntag 26 Jahre alt wird, über das Rennen, Orientierungslosigkeit in der Wechselzone und die nahe Zukunft.

Laura Lindemann, herzlichen Glückwunsch zu Rang zwei im Staffelrennen der Deutschen Meisterschaft. Wie zufrieden bist du, wie zufrieden seid ihr als Team mit dem Ergebnis?
Wir können als Team insgesamt zufrieden sein mit dem zweiten Platz. Das Ziel war, eine Medaille zu holen – und das haben wir geschafft.

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Beim zweiten Wechsel bist du als Schlussathletin mit dem Rad zu weit gelaufen und hast kurz orientierungslos nach dem richtigen Platz gesucht. Wie kam diese Szene zustande?
Genau, ich habe den zweiten Wechsel ein bisschen vermasselt. Es war meine eigene Schuld, aber ich war irritiert durch den Aufbau in der Wechselzone, dadurch, dass dieses Mal das Team von hinten nach vorn aufgereiht war. Ich dachte, der letzte Starter hat den letzten Platz, sodass man am Team vorbeiläuft. Hier war es andersherum – es war einfach meine Schuld.

Nach den Staffeln steht nun am Samstag für dich das Einzelrennen an. Du bist bereits dreimalige deutsche Meisterin und die große Favoritin. Mit welchen Zielen gehst du an den Start?
Ich hoffe auf jeden Fall auf ein gutes Rennen, dass viel Publikum da ist und es Spaß bringt. Und natürlich hoffe ich zu gewinnen.

Die Konkurrenz ist groß. Zwei Beispiele: Anabel Knoll hat zuletzt mit zwei Top-10-Platzierungen in der WTCS überzeugt, Annika Koch im World Cup in Mexiko gewonnen. Wie stark schätzt du die Konkurrenz ein?
Ich bin froh, dass wir jetzt so ein starkes deutsches Team haben. Das hat man auch in Leeds gesehen, mit der Staffel, dass wir da jetzt konkurrenzfähig geworden sind. Das freut mich. Und es ist auch einfach cool, beim Rennen mehr Konkurrenz zu haben.

Du sprichst es schon so ein bisschen an: Ihr kennt euch alle von nationalen und internationalen Wettkämpfen. Wie groß ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass die eine die anderen noch überraschen kann auf der Strecke – oder selbst überrascht wird?
Wir kennen uns natürlich, aber es geht letztlich immer um die Leistung am Renntag. Da man ohnehin nur seine eigene Leistung beeinflussen kann, mache ich mir darüber keine großen Gedanken, sondern versuche einfach, das Beste aus mir selbst herauszuholen.

Es liegen zwei Jahre Coronapandemie hinter uns. Du hast versucht, in dieser Zeit ein wenig Abwechslung zu finden, bist unter anderem auf die Bahn gegangen und in der Halle deutsche Vizemeisterin über 3.000 Meter geworden. Ist das etwas, das für dich nach dieser Erfahrung optional in der Zukunft immer mal wieder möglich ist, um weiterhin Abwechslung zu finden?
Ja. Es hat mir wirklich Spaß gebracht, die 3.000 Meter auf der Bahn zu laufen. Ich hätte auch nie gedacht, dass es so gut läuft. Wenn es in meinen Plan reinpasst, würde ich das wieder machen.

Stichwort Optionen: Justus Nieschlag hat jüngst einen sehr erfolgreichen Ausflug auf die Mitteldistanz unternommen. Mit den Olympischen Spielen 2024 steht in absehbarer Zeit ein großes Rennen auf der Kurzstrecke an. Inwiefern blickst du weiter nach vorn und ziehst auch in Betracht, irgendwann auf die längeren Distanzen zu wechseln?
Bisher habe ich darüber noch nicht so viel nachgedacht. Mein voller Fokus liegt auf Paris 2024.

Mit welchem Ziel möchtest du die Olympischen Spiele angehen?
In Tokio hat es ja mit der Medaille nicht geklappt. Von daher ist das Ziel das gleiche geblieben: Ich will auf jeden Fall eine Medaille bei den Olympischen Spielen gewinnen.

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Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.

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