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Mit Sponsoren über Südafrika nach Kona
Franz Löschke startet 2022 wieder durch

Franz Löschke feiert heute seinen 33. Geburtstag. Im vergangenen Jahr hing die Fortsetzung seiner Profi-Karriere am seidenen Faden. So geht es nun weiter.

Challenge Roth 2021 - 70
Franz Löschke hat sich im Laufe seiner Karriere immer wieder durchgebissen – auch im Sponsoring.

Die größten Erfolge von Franz Löschke stammen von der Kurzdistanz: 2009 wurde er an der australischen Gold Coast auf dem zukünftigen Olympiakurs von Brisbane 2032 U23-Weltmeister, drei Jahre später gewann er mit Anne Haug, Anja Knapp und Jan Frodeno auf dem Hamburger Rathausmarkt den Weltmeistertitel im Mixed Team Relay.

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An gleicher Stelle wollte der Potsdamer auch auf der Langstrecke an diese Erfolge anknüpfen, gewann 2018 beim ohne Schwimmen ausgetragenen Ironman Hamburg gleich den nationalen Meistertitel auf der Langdistanz, qualifizierte sich kurz darauf in Barcelona erstmals für Kona. In der Vorbereitung auf die WM nahm er 2019 den dritten Platz beim Ironman Frankfurt mit – und erlebte mit dem DNF auf Hawaii ein sportliches Debakel. Ohne Finish kein Glück bei den Sponsoren – eine bittere Lehre für Löschke.

Doch der inzwischen junge Familienvater ließ sich auch durch die Coronapandemie nicht aus der Bahn werfen, wollte es 2021 bei der Challenge Roth (5. Platz) noch einmal wissen – und setzte sich selbst ein Ultimatum: Im Interview mit tri-mag.de ließ er seine Fans wissen: Wenn er bis zum Jahresende keinen nennenswerten Sponsor an Land ziehen könnte, sei Schluss. Doch auch an seinem heutigen 33. Geburtstag erwischen wir Franz Löschke auf dem Weg zum Training – und holen uns ein Statusupdate.

Franz Löschke, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Wie geht es dir heute?

Mir geht’s gut, gut normal.

Das ist doch mal nicht schlecht in der heutigen Zeit. Wir haben letztes Jahr in Roth gesprochen, da hing deine Karriere am seidenen Faden. Nun hast du auf deinen Social-Media-Kanälen gezeigt, dass es 2022 doch weitergeht. Wie ist denn der aktuelle Stand?

Es geht auf alle Fälle weiter. Ich habe kurz vor Weihnachten einen sehr coolen Menschen kennengelernt, der auch in Roth gestartet ist und auch eine sehr tolle Geschichte hat. Ich habe ja das Sponsoring noch nicht offiziell gemacht, aber ich kann schon mal so viel sagen: Mein Partner ist in der nachhaltigen Baubranche tätig und wir haben sehr schnell eine Sympathie aufgebaut und Synergien gefunden. Ich bin ja durch den Sport schon immer daran interessiert gewesen, wie ich mit natürlichen Mitteln noch mehr Leistung aus meinem Körper herausholen kann. Ich kenne mich auch mit dem Thema Schlaf sehr gut aus und mit der Ernährung, sozusagen mit ‘nachhaltigem Hochleistungssport’. Natürlich ist das nicht immer möglich in unserer Sportart, weil dazu ja auch sehr viel Training notwendig ist. Wir sind auf einen Nenner gekommen und ich habe einen sehr, sehr guten Sponsor gewinnen können, der es mir ermöglicht, weiterhin meinen geliebten Sport zu machen.

Da das im letzten Jahr noch auf der Kippe stand, hattest du da ja noch keine Saisonplanung. Wo geht es denn hin im Jahr 2022?

Aktuell ist die Planung auf den Ironman Südafrika am 3. April ausgelegt. Also es wird eine sehr kurze Vorbereitung und ich bin gespannt, aber habe eigentlich ein supergroßes Vertrauen sowohl in meine Trainerin Laura-Sophie Usinger als auch in meinen Körper, dass Südafrika auch sehr gut werden kann, um mich da dann für Hawaii im Oktober zu qualifizieren.

Also das große Ziel ist, auf Hawaii noch einmal richtig zu rocken?

Definitiv, ja!

Wie schwierig war das, sich darauf wieder einzustellen? In Roth hörte sich das für dich ja relativ endgültig und abgeschlossen an, das war im September. War dann mit dem Sponsor am Horizont auch die Motivation wieder da?

Ja klar, also wenn du Unterstützung erfährst, legst du auch wieder den Fokus ganz anders. Ich hatte in Roth ja erzählt, dass ich gerade eine Ausbildung in der Finanzdienstleistungsbranche mache. Und die macht mir auch weiterhin superviel Spaß, aber das wird jetzt über das komplette Jahr natürlich zweit- beziehungsweise drittrangig sein, weil ich ja meine Zeit vollkommen in den Sport investieren möchte und natürlich auch muss, wenn ich da vorne mitmischen will.

Südafrika und Kona – das beinhaltet erst mal kein Rennen in Deutschland. Gibt es da noch Ideen?

Ja, ich habe auch meine Bucket List mit in die Saison gepackt – und natürlich auch ein paar neue Rennen, die dazugekommen sind. Ich weiß nur noch nicht, ob die letztendlich auch stattfinden werden. Aber als deutsche Rennen sind da der Ironman 70.3 in Dresden und der Ironman 70.3 Erkner. Ich weiß momentan noch gar nicht, ob Erkner überhaupt ein Profirennen ist. Aber ich habe es erst mal mit in die Saisonplanung genommen.

Dann sieht man sich ja im Lande. Und vor allem für dich sehr heimatnah, das ist ja hervorragend – und nachhaltig.

Genau, ja. Das sind jetzt die Rennen, die ich fokussiert angehen wollen würde. Und als Plan B, wenn Südafrika nicht funktionieren sollte, dann Frankfurt.

Dann wünschen wir dir mal, dass Plan A schon klappt und wir dich dann im Sommer bei den Ironman-70.3-Rennen in Deutschland sehen können.

Genau, und wenn mein Plan A klappt, dann kann ich mir auch mal einen Wunsch in Erfüllung gehen lassen, sowohl mit dem Rennen als auch als Besucher, nämlich bei der Challenge Moskau. Die ist ja am Frankfurt-Wochenende und ich wollte schon immer mal nach Russland und habe mir sagen lassen, dass Moskau auch ein ziemlich schönes Fleckchen sein soll.

Viel Erfolg bei deinen Plänen. Und für heute erst mal: Eine schöne Geburtstagsfeier!

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1 Kommentar
  1. Felix Tober

    Die Kona Quali hat er nicht 2018 in Barcelona (2. Platz), sondern 2019 in Frankfurt geholt.

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