NEU! triathlon-News Ausgabe vom 13. Oktober, 18:02 Uhr · 1:06 Min · Kurzfassung

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Mehr Tempo mit richtigem Bremsen

Die Kurve kriegen

  • Vor dem Einlenken muss man mit beiden Bremsen auf eine Geschwindigkeit ­abbremsen, mit der man bei wieder geöffneten Stoppern ­sicher um die Kurve kommen.
  • Gewicht verlagern und vom äußeren Rand der erlaubten Fahrbahn so weit wie möglich nach innen ziehen. Die Ausnutzung der ­Gegenfahrbahn ist verboten!
  • Unbedingt vermeiden, in der Schräg­lage „nachzubremsen“. Sollten in dieser Position die Räder blockieren, könnten man die Kontrolle verlieren, wenn die Reifen den Halt verlieren und wegrutschen.
  • Bereits am Beginn der Kurve den Ausgang anvisieren. Dadurch schlägt das Rad ­beinahe von allein den richtigen Weg ein.
  • In der Kurve wird nicht getreten, da das Pedal durch die Schräglage den Boden berühren könnte. Das innere Bein sollte vor der Kurve in die Zwölf-Uhr-Position gebracht werden.
  • Hinter dem Scheitelpunkt von der Fliehkraft langsam wieder aufrichten und nach außen tragen lassen.
  • Sollte es trotz aller Vorsicht dennoch einmal passieren, dass man ins Rutschen gerät, weil man zu schnell war und/oder der Untergrund glatt, dann Ruhe bewahren. Auf keinen Fall eine Vollbremsung machen, sondern versuchen, sich ohne Hektik, abrupte Gewichtsverlagerung und Lenkbewegungen aufzurichten und (wenn möglich) auszurollen.

Bergab bremsen

  • Auch wenn es bergab verlockend ist, das ­Tempo durch schleifende Bremsen zu reduzieren, wenn es einem auf einer steilen Abfahrt zu schnell wird, tut man dies auf keinen Fall! Durch das Schleifen der Beläge auf der Felge entsteht eine enorme Hitze, durch die es zu Schlauchplatzern und delaminierten (und damit zerstörten) Carbonfelgen kommen kann.
  • Um langsamer zu werden, kann man abwechselnd mit der Vorderrad- und Hinterradbremse bremsen, damit die jeweils andere Felge durch den Fahrtwind wieder abkühlt.
  • Vor der Kurve mit beiden Bremsen einmal so kräftig wie nötig anbremsen und dann ­wieder ­öffnen. Auf keinen Fall schleifend durch die ­Kurve rollen.
  • Bei Nässe kann es besonders bei Carbon­felgen sein, dass man zunächst das Wasser von der ­Felge schieben muss, bevor der Belag zupacken kann. Das sollte man beim Dosieren der Handkraft im Hinterkopf haben, damit man nicht von der plötzlichen, verzögerten Bremswirkung überrascht wird.

Scheibenbremsen

  • Die Scheibenbremse gehört mittlerweile zum Standard an fast allen Fahrrädern. Der Grund liegt in der besseren Performance, vor allem in Sachen Dosierung und Bremsverhalten bei Nässe. Doch bevor man mit dem Disc-Renner auf Höchstgeschwindigkeit beschleunigt, müssen die Beläge eingebremst werden. Andernfalls drohen sie zu verglasen und unbrauchbar zu werden. Dafür beschleunigt man pro Bremse etwa ein Dutzend Mal auf circa 25 km/h und bremst dann kurz, aber kräftig ab, ohne komplett wieder zum Stillstand zu kommen. Vorder- und Hinterradbremse nacheinander einbremsen.
  • Auch bei Scheibenbremsen gilt: Schleifenlassen verboten! Wenn man auf der Bremse stehen bleibt, drohen aufgrund der ­enormen Hitzeentwicklung die Beläge zu verglasen, und auch die Bremsscheiben können dabei ­Schaden nehmen.

Vollbremsung

  • Um aus voller Fahrt schnellstmöglich zum Stehen zu kommen, verlagert man das ­Gewicht auf dem Sattel so weit wie möglich nach ­hinten. Die Arme sind nun durchgestreckt. Sitzen bleiben, damit das Hinterrad nicht abheben kann. Stark und gleich­mäßig an beiden Hebeln ziehen. Durch die Verlage­rung wird verhindert, dass das Vorderrad blockiert.
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Redaktion triathlon
Redaktion triathlonhttps://tri-mag.de
Die Redaktion der Zeitschrift triathlon und von tri-mag.de sitzt in Deutschlands Triathlonhauptstadt Hamburg im Stadtteil Altona. Das rund zehnköpfige Journalistenteam liebt und lebt den Austausch, die täglichen Diskussionen und den Triathlonsport sowieso. So sind beispielsweise die mittäglichen Lauftreffs legendär. Kaum ein Strava-Segment zwischen Alster und Elbe, bei dem sich nicht der eine oder andere spomedis-Mitarbeiter in den Top Ten findet ...

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