NEU! triathlon-News Ausgabe vom 13. Oktober, 06:01 Uhr · 1:06 Min · Kurzfassung

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Unterwegs in unerwarteter Wildnis

Auf seinem Triathlon rund um Deutschland nähert sich Jonas Deichmann dem Ziel. Am Mittwoch erlebte er eine der schönsten Etappen auf seiner Reise. Tag 29 hielt klare Flüsse, wunderschöne Trails und atemberaubende Ausblicke bereit. „Es war eine Wildnis, wie man sie von Deutschland sonst nicht kennt“, berichtet der 33-Jährige.

Mittagspause in einziger Ortschaft

Morgens weckte ihn der mittlerweile schon obligatorische Regenschauer. Immerhin hatte es Deichmann trocken, da ihn das Vordach eines Feuerwehrhauses abschirmte. „Ich habe etwas gewartet und bin dann später losgelaufen – trotzdem hat es weiter geregnet. Erst später wurde es wieder klarer.“ Der Weg entschädigte für die Strapazen. „Es waren wunderschöne Trails, ich bin im oberen Teil der Isar entlang gelaufen, habe eine tolle Flusslandschaft erlebt, mit Bergen drumherum. Ohne Probleme waren so 23 Kilometer drin, bis ich meine Mittagspause in der einzigen Ortschaft gemacht habe, die ich im Grünen passiert habe“, so Deichmann.

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Von dort ging es wieder nach oben: „Ich bin durch das Karwendelgebirge gekommen und einen herrlichen Trail durch eine Klamm gelaufen.“ Die Bedingungen waren mittlerweile wieder annehmbar, so dass der Abenteurer sich dazu entschied, eine kurze Rast zu machen. „Ich habe die Gelegenheit genutzt, um mal wieder zu duschen. Es war definitiv Zeit dafür“, sagt Deichmann. „Das Wasser war zwar eiskalt, aber es war ein tolles Gefühl.“

Fantastischer Blick auf die Zugspitze

Der weitere Weg führte ihn hoch auf eine Alm. „Beim Abstieg hatte ich direkte Aussicht auf die Zugspitze. Deutschlands höchster Berg im Abendlicht: sehr schön“, berichtet Deichmann, der in Richtung Garmisch-Partenkirchen abstieg und in einem Vorort einen idealen Schlafplatz gefunden hat. „Direkt an einer Wasserstelle, mit einem pilzartigen Dach.“ Bevor er sich allerdings hinlegte, gab es noch – natürlich – eine Pizza. Am Ende des Tages hatte Deichmann 42 Kilometer zurückgelegt. 150 stehen nun noch an. „Am Donnerstag geht es zunächst noch einmal einen Anstieg hoch, anschließend geht es runter zu den Schlössern Neuschwanstein und Schwangau. Mir geht es gut, ich habe keine Probleme und freue mich auf die letzten Tage.“

Die 29. Etappe führte Jonas Deichmann entlang wunderschöner Trails.

Jonas Deichmann berichtet auf tri-mag.de regelmäßig in Tagebuchform von seinem Abenteuer. Per Livetracker ist seine Route über seine Website jonasdeichmann.com zu verfolgen. “Der Tracker sendet alle fünf Minuten meine Position. Wer ein Stück der Strecke mit mir zusammen Laufen möchte, kann das gern tun. Ich freue mich über Begleitung”, so Deichmann.

Alle Tagebucheinträge von Jonas Deichmann

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Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.

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