NEU! triathlon-News Ausgabe vom 23. Oktober, 06:01 Uhr · 1:06 Min · Kurzfassung

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Ein Umweg für das Abendessen

Auf seinem Triathlon rund um Deutschland hat Jonas Deichmann bereits des öfteren die geplante Idealroute verlassen. Weil die Landschaft zu verlockend war, oder weil ihm die Erkundung einer Altstadt wichtig erschien. Auf seiner 31. Etappe investierte der 33-Jährige die Extrakilometer, um doch noch ein Abendessen serviert zu bekommen. Sein Weg nämlich führte den Abenteurer erneut durch einsame und verlassene Gegenden. „Da gab es überall nichts zu essen. Ich musste also einen Umweg laufen, um doch noch eine Gaststätte aufzuspüren“, verrät Deichmann, der nach rund drei Kilometern fündig wurde und nach einer Stärkung sein Nachtlager auf einer Parkbank aufschlug. „Wegen der Zecken.“

privat Nachtlager in der Höhe: Eine Parkbank schützt Jonas Deichmann vor Zecken.

Deichmann war nach einer Nacht an der Lech am Freitag früh gestartet. „Ich habe morgens Gas gegeben, da war es noch nicht so heiß.“ Der Abenteurer kam nach Füssen. „Dort habe ich es mir bei einem Bäcker richtig gut gehen lassen und gefrühstückt.“ Weiter ging es in Richtung Pfronten, wo Deichmann eine längere Mittagspause einlegte.

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Starke Hitze macht Deichmann zu schaffen

Anschließend sorgte das Alpenvorland mit seinem moderaten Streckenprofil dafür, dass Deichmann trotz starker Hitze gut vorankam. „Es ging zwar immer mal wieder leicht hoch und runter, aber es waren keine richtigen Anstiege dabei. Überhaupt kein Vergleich zu den vorangegangenen Tage. Maximal war ich am Freitag auf 1.200 Metern Höhe, ich hatte allerdings mit den Temperaturen zu kämpfen“, so Deichmann. Abkühlung verschaffte ihm nachmittags ein See, der auf seiner Route auftauchte. „Da bin ich kurzerhand reingesprungen.“

Am Freitagabend hatte er 43 Kilometer zurückgelegt, ehe er in einem Waldstück einen Schlafplatz fand. Vor Deichmann liegen nun noch knapp unter 70 Kilometer. „Das passt sehr gut mit meiner Zielplanung am Sonntag. Am Samstag lege ich 45 Kilometer zurück, so dass ich am Sonntagmittag mein Ziel in Lindau erreiche.“

privat Für ein zünftiges Abendessen legt Jonas Deichmann auch gern ein paar Extrakilometer zurück.

Jonas Deichmann berichtet auf tri-mag.de regelmäßig in Tagebuchform von seinem Abenteuer. Per Livetracker ist seine Route über seine Website jonasdeichmann.com zu verfolgen. “Der Tracker sendet alle fünf Minuten meine Position. Wer ein Stück der Strecke mit mir zusammen Laufen möchte, kann das gern tun. Ich freue mich über Begleitung”, so Deichmann.

Alle Tagebucheinträge von Jonas Deichmann

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Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.

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